Stadtverwaltung informiert zu Räumpflichten der Bürger / Straßennetz von gut 300 Kilometern

Was tun, wenn’s schneit?

Syke – Schneefall erfreut die Kinder, weil sie rodeln gehen können. Auch den Anblick der weißen Landschaft mögen viele Menschen. Schneefall löst aber auch gewisse Einschränkungen und Pflichten aus. Auf die weist jetzt die Stadtverwaltung in einer Presseinformation hin.

Wenn Schnee und Eis nicht beseitigt werden, können durch Glätte Schwierigkeiten und Gefahren entstehen. „Auf vereisten Straßen kann es mitunter so glatt werden, dass beispielsweise die Entsorgungsfahrzeuge der AWG die Haushalte nicht mehr sicher anfahren können“, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Folge: Abfallbehälter werden nicht geleert. Das sei für die Betroffenen ärgerlich, die AWG und ihre Fahrer seien aber verantwortlich für die Sicherheit beim Betrieb der großen Fahrzeuge.

Auf nicht geräumten Gehwegen drohten bei Eisglätte Stürze und Verletzungen. Um diesen Problemen vorzubeugen, hat auch die Stadt Syke Regelungen aufgestellt.

Eigentümer von Grundstücken innerhalb der geschlossenen Ortslagen sind verpflichtet, bestimmte Reinigungsaufgaben und Winterdienst vor ihrem Grundstück zu übernehmen. Hierzu beschloss der Stadtrat die Straßenreinigungssatzung und die „Verordnung über Art, Maß und räumliche Ausdehnung der Straßenreinigung“:

Geh- und Radwege sind demnach grundsätzlich freizuhalten, mindestens in einer Breite von 1,50 Metern. Gegebenenfalls ist mit Sand abzustreuen. Streusalz sollte nur an gefährlichen Stellen wie Treppen oder Rampen eingesetzt werden. Ist ein Gehweg nicht vorhanden, so ist ein Streifen von mindestens 1,50 Metern neben der Fahrbahn oder am rechten Fahrbahnrand freizuhalten.

Die Arbeiten müssen werktags bis 7.30 Uhr, sonn- und feiertags bis 8 Uhr erledigt sein. Bei weiteren Schneefällen oder Glätte besteht bis um 19 Uhr die Verpflichtung, die Arbeiten zu wiederholen, falls nötig.

Für Grundstücke im Stadtgebiet, die an Kreis-, Landes- oder Bundesstraßen liegen, besteht keine Verpflichtung zur Reinigung der Fahrbahn. An verkehrswichtigen und gefährlichen Straßen werden die Fahrbahnen durch den städtischen Winterdienst gestreut und geräumt, an allen anderen Stadtstraßen sind die Grundstückseigentümer für die Freihaltung zuständig.

Die Regelungen wurden laut Mitteilung erlassen, um für alle Bürger auch bei winterlichen Wetterverhältnissen eine „funktionierende und möglichst sichere Infrastruktur gewährleisten zu können“. Bei der Vielzahl von Straßen – Syke hat mehr als 300 Kilometer Straßen – wäre es personell, technisch und finanziell nicht leistbar, aller Winterdienstaufgaben durch die Stadt Syke zu absolvieren.

Die Mehrheit der Anlieger kümmere sich regelmäßig um die winterlichen Aufgaben. „Nur leider machen es nicht alle.“

Oft sei ein nachbarschaftlicher Hinweis die beste und schnellste Methode, um an diesen Stellen wieder für einen sicheren Weg zu sorgen. Die Verwaltung werde säumige Eigentümer anschreiben und die Erledigung ihrer Pflichten einfordern – „zum Wohle aller“.  fj

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