Altes Gesseler Feuerwehrhaus ist jetzt „Us Dörphus“

Was lange währt

Aus dem alten Gesseler Feuerwehrhaus ist ein Dorfgemeinschaftshaus für Gessel, Leerßen und Schorlingkamp geworden. Darüber freuen sich (von links) Ortsbürgermeister Claus Ahlers, Josh Schulte und Dieter Evers, die beiden Vorsitzenden des Dorfgemeinschaftsvereins.
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Aus dem alten Gesseler Feuerwehrhaus ist ein Dorfgemeinschaftshaus für Gessel, Leerßen und Schorlingkamp geworden. Darüber freuen sich (von links) Ortsbürgermeister Claus Ahlers, Josh Schulte und Dieter Evers, die beiden Vorsitzenden des Dorfgemeinschaftsvereins.

Gessel – Nach Heiligenfelde, Wachendorf und der Drei-Dörfer-Gemeinschaft Osterholz-Gödestorf-Schnepke hat Syke jetzt ein viertes Dorfgemeinschaftshaus: Das ehemalige Feuerwehrhaus in Gessel dient jetzt als Forum für die Ortschaften Gessel, Leerßen und Schorlingkamp.

Wenn die Werbung recht hat, dürften die Beteiligten so einige Snickers verdrückt haben: Sieben Jahre hat es von der ersten Idee bis zur Umsetzung gedauert. „Das war 2013“ erinnert Gerhard Thiel vom Ortsrat sich. Damals hatte Gessel am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen. „Wir hatten damals schon überlegt: Was wäre, wenn da die Feuerwehr mal eines Tages auszieht?“

Dieser Tag kam dann tatsächlilch durch die Fusion mit der Ortsfeuerwehr Ristedt, für die ein neues Gerätehaus gebaut wurde. Damit stand das alte zur Disposition.

Dass der Dorfgemeinschaftsverein es bekommen würde, war keine Selbstverständlichkeit. „Das ging nur, weil die Stadt nichts Besseres damit vorhatte“, sagt Vize-Vorsitzender Josh Schulte mit einem Augenzwinkern in Richtung Hein Sievers, Fachbereichsleiter Bau bei der Stadt Syke. Der erklärt: An Ideen habe es nicht gemangelt. „Es gab Überlegungen, Haus und Grundstück für die Erweiterung des Kindergartens zu nutzen.“ Der befindet sich direkt nebenan. Auch der andere Nachbar zeigte anfangs Interesse: Der FC Gessel-Leerßen. „Für den Kindergarten reichten die Möglichkeiten auf dem eigenen Grundstück aus“, sagt Sievers, „und der FC zog aus wirtschaftlichen Gründen wieder zurück.“ Somit blieb der Dorfgemeinschaftsverein als neuer Nutzer quasi übrig.

Eine Besonderheit gibt es in Gessel: Anders als in den übrigen Dorfgemeinschaftshäusern sind Feiern dort nicht erlaubt. „Das war die Auflage“, sagt Josh Schulte. „Keine Hochzeiten, keine Geburtstage, keine Partys.“ Sein Vorsitz-Kollege Dieter Evers ergänzt: „Wir dürfen keine Konkurrenz zum Spreekenhoff sein. Wollen wir auch gar nicht! Wir möchten ja unsere Dorfgaststätte behalten.“

Dieser Unterschied sollte sich laut Ortsbürgermeister Claus Ahlers auch im Namen wiederfinden. Weshalb die Wahl schließlich auf die Bezeichnung Us Dörphus fiel.

Kurz vor Weihnachten hatten der Verein und die Stadt den Mietvertrag unterzeichnet. Im April hätten die Möbel kommen sollen. Stattdessen kam Corona und die Liefertermine hatten sich verzögert. Bis jetzt. Schulte: „Wir hoffen, dass wir noch im letzten Drittel des Jahres die ersten Veranstaltungen hier durchführen können.“

Weitere Infos

www.gessel-leerssen.de ‘ Us Dörphus

Von Michael Walter

Neue Tische, neue Stühle – ansonsten hat der Dorfgemeinschaftsverein nicht allzu viel machen müssen. „Die Feuerwehr hat uns das Haus in einem optimalen Zustand übergeben“, sagt der zweite Vorsitzende Josh Schulte.

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