Projekt Wangeroolantis

Syker Familie Baron steht im Finale der bundesweiten Legoland-Familien-Challenge

Eine knallbunte Unterwasserwelt mit vielen bizarren Lebensformen ist in wochenlanger Arbeit entstanden.
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Eine knallbunte Unterwasserwelt mit vielen bizarren Lebensformen ist in wochenlanger Arbeit entstanden.

Die Syker Familie Baron steht im Finale eines Lego-Wettbewerbs. Die Wangerooge-Fans mit bayerischen Wurzeln haben mit ihrem Beitrag kurzerhand das sagenumwobene Atlantis in die Nordsee verfrachtet.

Syke – Bo, Noah, Mirjam und Tobias Baron aus Syke sind von einem Virus befallen. In heutiger Pandemiezeit nicht ungewöhnlich. Wohl aber, dass es sich bei diesem Virus um die relativ ungefährliche Variante des „Lego-Virus“ handelt. „Es handelt sich um das schönste Spielzeug für Kinder“ ist Tobias Baron überzeugt. „Lego hat gegenüber Mitbewerbern den Vorteil unbegrenzter Gestaltungsmöglichkeiten.

Im Gespräch mit der Kreiszeitung kommt heraus, dass ihn das Virus „bereits als Kind befallen hat“. Im Studium dann etwas vernachlässigt, wurde es später durch Zufall wiederentdeckt. „Bei einem Freund, der als Ingenieur bei einem Fahrzeughersteller arbeitet, sah ich auf dem Schreibtisch einen Lego-Roboter und fand den im ersten Moment deplatziert“, schilderte er.

„Als mein Freund mir dann erläuterte, dass auch diese Roboter programmiert werden müssen, entdeckte ich auch für mich berufliche Anknüpfungspunkte“, fährt er fort. „Als Lehrer kann man das gut im Matheunterricht einbauen, aber auch in der Familie kann man prima generationsübergreifend über die Steine ins Gespräch kommen“.

Der schönste Sandhaufen der Welt

Als im vergangenen Jahr die Lego-Challenge gestartet wurde, war es selbstverständlich, dass die Familie sich beteiligte. Vom Veranstalter kam das Motto: „Baue dein Lieblingsurlaubsziel“. Sohn Bo hatte die Idee, „den schönsten Sandhaufen der Welt“, die Insel Wangerooge, miniaturisiert nachzubauen. Auch wieder so ein Virus, das die Familie befallen hat. Das aus Bayern stammende Ehepaar mit den beiden in Bremen geborenen Kindern lebte über vier Jahre auf der Insel und „fand hier unverhofft das Glück“, wie Tobias Baron es beschreibt.

Bedauerlicherweise endete sein Dasein als Insellehrer, weil es zu wenig Kinder für eine eigene Schule gab. Mittlerweile leitet er die Grundschule in Bramstedt, nach seinen Worten eine „Bullerbü-Schule, in der jeder sich wohlfühlen kann“. Wangerooge aber ließ die Familie seitdem nicht los. Da lag es dann nahe, die Insel auch in der Lego-Welt darzustellen.

Die Erbauer von Wangeroolantis: Tobias, Bo und Noah Baron (nicht auf dem Bild: Mama Mirjam).

„Über die Weihnachtsfeiertage, die ohne Inselurlaub recht lange werden können, entstand das Projekt“ berichtet Baron. Fotos und kleine Videos wurden eingereicht. Der Veranstalter wählte aus allen Einsendungen die nach seiner Ansicht gelungensten einhundert Werke aus, die dann auf der Homepage des Legolands Günzburg zur Abstimmung gestellt wurden. Das Team Baron gelangte unter die besten zwanzig Teilnehmer.

Drei sehr lange Wochenenden zum Aufbau von Wangeroolantis

Die neue Aufgabe: Ausschließlich mit den zur Verfügung gestellten etwa 3 000 Steinen eine „mystische Welt aus Lego“ zu bauen. In der Familie war schnell klar, dass die mit Wangerooge begonnene Geschichte weitererzählt werden muss. Nach farblichem Sortieren, planen und wieder verwerfen erster Entwürfe entstand an drei „sehr langen Wochenenden“ Wangeroolantis.

Anknüpfend an die historische Legende von Atlantis, das einzelne Hobbyforscher in den Fluten der Nordsee vor den Ostfriesischen Inseln verorten, entstand eine turbulente Unterwasserwelt, angesiedelt unterhalb von Wangerooge. Noah und Bo erzählen die Geschichte inzwischen auch in einem Kurzfilm, in dem das turbulente Treiben in der modern-mystischen Unterwasserwelt sehr eindrucksvoll dokumentiert ist.

Das erste Werk, das die Syker Familie ins Finale brachte: Die Insel Wangerooge, aus Lego nachgebaut.

Zum finalen Erfolg fehlen jetzt nur noch viele Unterstützer, die das Projekt zum Erfolg klicken. Wie bei derartigen Wettbewerben üblich, gewinnt das Werk mit den meisten Klicks. Bis kommenden Montag, 29. März, um 23.59 Uhr ist diese Unterstützung noch möglich. Dem „Team 7 – Familie Baron“ winkt im Erfolgsfall ein Besuch im Legoland Günzburg mit Übernachtung im Piratenhotel und einer Exklusivführung durch Berufs-Modellbauer. Die erstplatzierten Werke werden dort anschließend ausgestellt. „Ausgestellt werden beide Werke in jedem Fall auch auf Wangerooge“, ist sich Tobias Baron sicher.

Abstimmen

Über den Link www.legoland.de/lp/familien-challenge/voting/ gelangt man zur Abstimmung. Familie Baron freut sich hier als „Team 07“ über möglichst viel Unterstützung.

Von Horst Meyer

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