Wanderer haben mit Gästeführerin Martina Kahsnitz auf dem Pfad der Wald-Weg-Zeichen trotz schlechten Wetters viel Spaß

Durch das Friedeholz – ab Hirsch bis zum Amtmann

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Für Gästeführerin Martina Kahsnitz ist das Friedeholz schon fast ein zweites Zuhause. Zu den Kunstwerken im Wald hatte sie die passenden Erläuterungen.

Syke - Von Dieter Niederheide. Wanderwetter war es wahrlich nicht, aber den rund zehn Frauen und Männern, die am Freitag mit Gästeführerin Martina Kahsnitz auf dem Pfad der Wald-Weg-Zeichen unterwegs waren, hat es Spaß gemacht.

Die Begegnung mit der Kunst zwischen den Bäumen im Friedeholz ist allemal ein Erlebnis. Schon am Treffpunkt auf dem Gelände des Kreismuseums machte die Gästeführerin auf das eine oder andere Kunstobjekt aufmerksam. Eine ganz alte Arbeit, geschaffen vermutlich von einem Steinmetz im Jahr 1728, ist die Horizontalsonnenuhr, auf der die Nadel neu geformt ist. Das leicht verwitterte Kunstwerk soll einmal auf einem Okeler Gutshof gestanden haben.

Die Führung mit Martina Kahsnitz begann an der Bundesstraße 6 am Anfang des Waldes beim stolz dreinblickenden hölzernen Hirschen, der vom Künstler Reinhard Oslander aus Eichenholz geschaffen wurde. Wer sich auf den Kunstpfad durch das Friedeholz begibt, begegnet urigen Figuren, zum Beispiel dem Waldtaucher in Rot. Markus Keuler hat dort eine Besonderheit platziert, die den Wald aus einem anderen Blickwinkel erscheinen lässt. Gästeführerin Martina Kahsnitz hatte zu den Arbeiten die passenden Erläuterungen und brachte auf diese Weise ihren Gästen die Kunst im Walde nahe. Dass der Wald eine märchenhafte Ausstrahlung hat, wird nicht nur in vielen Märchen ausgedrückt. Der Syker Künstler und Journalist Detlev Voges hat das Märchenhafte des Friedeholzes mit seinen hölzernen bunten Figuren unterstrichen. Wer die Figuren noch nicht kannte, war angetan von ihrer

Ausstrahlung.

Wurde das Wetter auf dem Gang durch das Friedeholz auch spürbar ungemütlicher, die Begegnung mit der Welt der Kunst in der Welt der Natur war irgendwie erwärmend. Und wer eine Sitzpause einlegen wollte... ja, wofür hat den der Martfelder Künstler Adam zwischen den Bäumen seine „Handzeichen“ aufgestellt?

Martina Kahsnitz leitete ihre Gäste unter anderem zu einem roten Objekt, das sich wellenförmig nach oben streckt. Künstlerin Ulrike Gölner hat das farbige Gegenstück zum Farbenspiel der Bäume erarbeitet und einen damit besonderen Blickfang geschaffen. Interessant für die Betrachter auch die Holzarbeit „aRound“ von Pablo Hirndorf, ein Hingucker, bei dem Schüler und Mitglieder einer Jugendgruppe mitwirkten.

Am Ende des Weges im Friedeholz kam die Tankstelle – für einen Wald völlig untypisch, was Uwe Schloen da aus Holz erarbeitet hat. Manch einer der Wanderer könnte beim Anblick gedacht haben: Schade, dass es an dieser Tankstelle keinen heißen Kaffee oder Tee (mit Rum) zu zapfen gibt.

Endziel der Gästeführung mit Martina Kahsnitz, für die das Friedeholz schon fast ein zweites Zuhause ist, waren die Kunstwerke am Vorwerk, zum Beispiel die Arbeit „Blatt Geist Totem“ von Emmanuel Eni oder der Amtmann mit dem dunklen Zylinder von Detlev Voges.

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