Projektgruppen der GTS 2001 bauen Biomeiler für Naturschutzstation bei Aurich

Wärme für Ostfriesland

Die Schüler freuen sich über ihren Biomeiler für die Naturschutzstation Fehntjer Tief.

Syke - Von Tobias Kortas. Ein ganz besonderes Projekt nennen etwa 20 Schüler der GTS 2001 ihr Eigen: Sie haben einen 120 Quadratmeter großen Biomeiler für die Naturschutzstation Fehntjer Tief in Lübbertsfehn bei Aurich fertiggestellt. Das berichtet nun Biologielehrerin Marina Kruse. Die Naturschutzstation nutzt die aus dem Meiler gewonnene Wärme zur Unterstützung ihrer Fußbodenheizung.

„Wir haben seit Jahren mit der Naturschutzstation eine Kooperation“, erklärt Marina Kruse. So besuche die Projektgruppe Biologielabor der GTS die Station zweimal im Jahr. „Schließlich hat uns die Naturstation das Angebot gemacht, den Biomeiler zu bauen.“ Prompt richtete die Schule für das Projekt ein Biomeiler-Labor ein, das sich mit dem Bau des Biomeilers befasst hat.

Bei den Laboren handelt es sich um Projektgruppen der Schule: Für vier Schulstunden in der Woche bekommen Schüler der fünften bis achten Klassen „handlungsorientierten Unterricht“. Marina Kruse: „Die Schüler forschen an eigenen Fragestellungen und wir Lehrer geben Unterstützung.“

Nach der Planung haben die Schüler des Biomeiler-Labors sowie des Biologie-Labors der GTS vom 29. Februar bis 4. März an dem Biomeiler gebaut und ihn vom 25. bis 27. Mai fertiggestellt. Das Physik-Labor der Schule ist ebenfalls an dem Projekt beteiligt. Seine Aufgabe ist es, die Temperaturdaten des Meilers aufzuzeichnen, erzählt Kruse. Die Ergebnisse seien durchaus vielversprechend.

„Die abgegebene Wärme schwankt je nach Wetterlage. Aber im Durchschnitt sind es 52 Grad“, sagt sie. Das reiche aus, um die Fußbodenheizung der Naturstation zu unterstützen.

Auf das Projekt hatten sich die Schüler umfassend vorbereitet. Das Biologie-Labor hat sich Gedanken gemacht und ein Modell gebaut, das es auch beim Wettbewerb Jugend forscht erfolgreich vorgestellt hat.

Der Biomeiler ist eine umweltfreundliche Heizung, die aus Holzhackschnitzeln besteht, erklärt Marina Kruse. Die Hackschnitzel würden durch Bakterien zersetzt. Gewissermaßen als Abfallprodukte entstehen dabei Methan und Humus. Die Methode wurde vom französischen Forstwirt Jean Pain bereits in den 1970er Jahren entwickelt.

Ein Biomeiler von 120 m³ Größe kann eine Wärmeleistung von immerhin 18 kW erreichen. Genug, um ein normales Haus zu einem Drittel mit Wärme zu versorgen.

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