Internationaler Tag des Kaffees

Umfrage in Syke: Der Klassiker Filterkaffee kehrt zurück

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Kaffee als Drink: Süß und mit Schuss

Syke - Von Philipp Handke. Erdig und belebend oder süß und delikat? Kaffee kommt in vielen Formen und Farben daher. Heute noch mehr als zuvor. Cold Brew und Nitro Coffee, Direct Trade und Single Origin – alles Bezeichnungen, die laut dem Deutschen Kaffeeverband das „neue Bewusstsein für den Kaffeegenuss“ zeigen sollen.

Am 1. Oktober ist der Ehrentag des geliebten Aufgusses aus Kaffeebohnen und Wasser. Und am Tag des Kaffees huldigen nicht nur die Deutschen ihrem Lieblingsgetränk. Seit zwei Jahren hat der „International Coffee Day“ auch internationalen Charakter. Ursprünglich wurde der Feiertag 2006 vom Deutschen Kaffeeverband ins Leben gerufen. Mittlerweile gibt es spezielle Aktionen rund um den Kaffee auch über die Grenzen Deutschlands hinaus.

Aber zurück zu Cold Brew und Nitro Coffee. Wie trinken die Syker ihren Kaffee am liebsten? Eine nicht repräsentative Umfrage in der Syker Innenstadt soll Klarheit bringen.

Leon Baumgart (25)

„Normal“, sagt Leon Baumgart (25). „Und das reicht mir auch.“ Filterkaffee mit Milch, ohne Zucker. Anfangs hat er die wachmachende Funktion geschätzt, aber mittlerweile trinkt er ihn auch aus Genuss. Keine Spur der neuen Kaffeetrends.

Karin Velske (52) mag ihren Kaffee hauptsächlich auf der Arbeit „um konzentrierter und wach zu sein“. Zwei Tassen am Tag. Hauptsächlich Latte macchiato. Dennoch könnte sie auch gut ohne, sagt sie. Eine Kaffeemaschine sucht man in ihrem Haushalt vergebens.

Im Gegensatz dazu ist Bernt Barlsen (88) ein richtiger Kaffeefan. „Ob aus Kolumbien oder Guatemala. Mir sind die Sorten im Grunde egal“, sagt er. „Aber ich bin überzeugter Kaffeetrinker“, das steht für ihn fest. Zwei Tassen morgens und im Laufe des Tages noch mal zwei als „Nachmittagskaffee“. Der Filterkaffee reicht ihm völlig aus. Mit dem Vollautomaten seiner Kinder kann er nicht viel anfangen.

Sarah Evert (20)

Auch Sarah Evert (20) ist Kaffeetrinkerin, „weil es wach macht“. Am liebsten trinkt sie ihn mit Milch und Zucker. „Ich brauche Kaffee“, sagt sie. Darum hat sie Zuhause eine eigene Maschine mit Pads, die täglich läuft.

Doch Kaffee hat darüber hinaus noch ganz andere Eigenschaften. Renate Kroll (69) trinkt ihn am liebsten in Gesellschaft im Café. Dort greift sie entweder zu Cappuccino oder zum Pott mit Milch. Sie schätzt die Gemütlichkeit, die das heiße Getränk so häufig mit sich bringt. „Wenn man mich in der Zeitung sieht, kommen die und sagen, ich geh zu oft ins Café“, scherzt sie, „aber ich steh' dazu.“

Sind Cold Brew und Konsorten also doch eher Themen, die Rösterein und Kaffee-Experten beschäftigen? Das muss Nourin Attya (31) wissen. 

Die Inhaberin von „Mein Café und Herrlichkeiten“ verkauft hausgemachten Kaffee. Milchkaffee und Latte macchiato würden die Syker bei ihr am liebsten kaufen. Aber in letzter Zeit sei der schwarze Filterkaffee immer mehr im Kommen, sagt sie. Einen guten Kaffee weiß sie zu schätzen. „Ich bin kein Wachmacher-Kaffeetrinker“, sagt Attya. Und auch am Wochenende verzichtet sie darauf. Alles in Maßen also.

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