Potsdamer Graffiti-Künstler verschönern Trafostation

Wachendorfer Impressionen auf 66 Quadratmetern

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Mit großem Interesse nahmen Nachbarn, Vertreter von Avacon und die Bürgermeister von Syke und Wachendorf die Arbeit der drei Künstler am Trafohaus in Wachendorf in Augenschein.

Wachendorf - Von Frank Jaursch. Zügig nähert sich der Kleinwagen auf der Straße Im Dorfe. Als der Fahrer die Veränderung am Straßenrand wahrnimmt, drosselt er das Tempo, nimmt im Vorbeifahren die Veränderung in Augenschein – und hebt anerkennend den Daumen. Das Kunstwerk am Wachendorfer Straßenrand kommt an.

Zwei Tage lang haben drei Graffiti-Künstler eine Trafostation der Avacon verschönert. Es ist die mittlerweile vierte Arbeit dieser Art auf Syker Gebiet – und die bislang umfangreichste.

„Das Gebäude ist doch noch ein bisschen größer als gedacht“, berichtet Eileen Schöne, Koordinatorin des Projektes bei der Avacon. Insgesamt hatten Hendrik Uterwedde, Daniel Siering und Pascal Sturm vom Potsdamer Unternehmen Artefx immerhin rund 66 Quadratmeter an Fläche zu besprühen.

Motivwahl fiel nicht leicht

Schöne hatte zuvor den Wachendorfer Ortsbürgermeister Jochen Harries kontaktiert, und der hatte in kleiner Runde nach passenden Motiven gesucht. „Gar nicht so einfach“, räumt Harries ein. Die Wahl fiel schließlich auf Darstellungen, die Wachendorfer Symbole darstellen: die Wassermühle, der Dorfstein und das Dorftor, eingebettet von Pflanzen und – na klar, in Wachendorf! – Rosen.

Am frühen Montagnachmittag begann das Trio aus Potsdam mit der Aufgabe, den eher überschaubar attraktiven grünen Anstrich der Station zu übersprühen. Im Vorfeld hatten sie nach den Vorgaben eine Fotocollage erstellt, die ihnen als Vorlage für ihr Werk diente.

Für den Avacon-Kommunalreferenten Hermann Karnebogen ist es „eine Freude, so die Wachendorfer glücklich zu machen. Und die Nachbarn“, fügt er noch mit Blick auf Helga und Michael Hartmann hinzu. Die beiden nicken zustimmend und loben die Motivauswahl. „Ich bin froh, dass wir hier nicht irgendeine Fratze draufhaben“, zeigt sich Helga Hartmann erleichtert.

Fahrradtour zur Station am 27. Juni

Ihr Mann hat das Entstehen des Kunstwerkes mit großem Interesse verfolgt. „Für mich waren das zwei tolle Tage.“ Nun blickt das Ehepaar auf das Bild der plätschernden Wassermühle. Allerdings auch auf ein Nachbargrundstück, von dem einige mannshohe Sträucher entfernt worden sind. Da müsse noch was passieren, sagt Hartmann – und erntet zustimmendes Nicken von der Avacon-Fraktion.

Nicht nur der vorbeifahrende Autofahrer, sondern auch Sykes Bürgermeisterin Suse Laue signalisierte „Gefällt mir“ – und das sowohl virtuell als auch real. „Ich bin auf Facebook ein Verfolger der Trafo-Malereien im Avacon-Land“, plauderte sie, „und wir freuen uns, hier ein Teil dieser Aktion zu werden.“ Immerhin 300 Bauwerke wurden so bereits verschönert.

Weil es aber nicht nur von außen viel zu sehen gibt, öffnet die Avacon am Dienstag, 27. Juni, die Schaltstation in Wachendorf – im Rahmen des Stadtradelns 2017, an dem Syke erstmals teilnimmt.

Die Teilnehmer der Fahrradtour treffen sich um 15 Uhr am Avacon-Gebäude Am Winklerfelde, fahren von dort nach Wachendorf und schauen auch noch bei der Biogasanlage von Jochen Harries vorbei. Anmeldungen nimmt die Avacon unter 04242/6950 entgegen.

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