Vortrag zur Geschichte Steimkes im Rathaus

Britischer Bomber und ein Wunder

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Ulrich Dannemann präsentierte viele Bilder zur Steimker Geschichte, so auch von den Bürgermeistern.

Syke - Von Tobias Kortas. Man könnte meinen, dass Steimkes Geschichte recht unbedeutend ist. Bildet das Dorf mit 2,67 km² doch den kleinsten Ortsteil Sykes. Dass Steimke, mit 1155 Jahren der älteste Ortsteil Sykes, aber sehr wohl geschichtsträchtig ist, zeigte Ulrich Dannemann am Donnerstagabend im Rathaus Syke.

Bei Treffen hatten sich Bürger Informationen zu der Ortschaft gewünscht. Das Interesse war an diesem Abend ungebrochen: Um die 80 Menschen wollten sich den Vortrag des Heimatforschers nicht entgehen lassen. Steimkes Ortsbürgermeisterin Anke Schwan und die Syker Stadtverwaltung hatten Dannemann anlässlich der Steimker Quartiersarbeit als Referenten eingeladen.

Der sparte nicht an Fakten sowie spannenden Anekdoten. So soll in Steimke im zwölften Jahrhundert ein Wunder passiert sein. Dannemann: „Ein Stummer, der in Steimke meditiert hat, konnte laut dem Vizelins-Codex auf einmal sprechen“. Außerdem erzählte Dannemann, dass Steimke mal zu Barrien gehört hatte. „Das kam mit der Christianisierung im Mittelalter. Durch die dortige Kirche hat damals auch Syke zu Barrien gehört.“ Ohnehin hat sich um die Zugehörigkeit Steimkes viel ereignet, berichtete Dannemann: 1864 wurde das Dorf zur eigenen Gemeinde, 1929 versuchte Syke dann Steimke einzuverleiben – ohne Erfolg. 1965 schloss sich die Ortschaft schließlich gemeinsam mit Syke und Schnepke zur Samtgemeinde Syke zusammen. Wachendorf und Henstedt kamen 1971 hinzu. Doch schon 1974 folgte die Eingemeindung Steimkes mit weiteren Nachbargemeinden zur Stadt Syke.

Doch auch unabhängig davon hat sich in Steimke viel ereignet. Zum Beispiel stürzte dort 1943 ein britischer Halifax-Bomber ab, der auf dem Weg nach Berlin war. 30 Jahre zuvor lockte das Luftschiff Hansa, das im historischen Ortsteil Hassinghausen landete, wahre Menschenmassen an.

Dannemann zeigte viele Bilder – so von der früheren Windmühle, der späteren Motormühle, Gaststätten wie dem Steimker Hof, der Alten Poststraße, dem Hohlweg und verschiedenen Höfen. „Ach so“ und „Ja“ entfuhr es vielen älteren Zuhörern an mehreren Stellen.

Nach einem kräftigen Applaus verkündete Dannemann, seine Dokumente über die Geschichte Steimkes vervollständigen zu wollen. Dannemann: „Ich bitte jeden, der etwas beitragen kann, um Hinweise und Bilder zu Steimke.“

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