„Gutes“ Geschäftsergebnis

Kreissparkasse Syke trotzt der Corona-Pandemie

Zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2020: Jens Bratherig (l.), Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Syke, und Vorstandsmitglied Olaf Meyer-Runnebohm.
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Zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2020: Jens Bratherig (l.), Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Syke, und Vorstandsmitglied Olaf Meyer-Runnebohm.

Syke – Die Kreissparkasse Syke hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem Bilanzgewinn in Höhe von 3,6 Millionen Euro abgeschlossen – und damit in etwa das gleiche Ergebnis erzielt wie 2019. „Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie war es natürlich ein ungewöhnliches Jahr“, sagte der Vorstandsvorsitzende Jens Bratherig, gleichwohl habe die Kreissparkasse „ein gutes Geschäftsergebnis“ erzielt.

Wie viele andere Unternehmen habe die Pandemie auch die Kreissparkasse vor große Herausforderungen gestellt, so Bratherig. Direkt ab dem ersten Lockdown seien die Kundenberater auf viele Geschäftskunden zugegangen, um ihnen Hilfsangebote oder auch individuelle Lösungsvorschläge für mögliche finanzielle Engpässe zu machen.

„Häufig konnten diese Engpässe durch eine Anpassung der Kreditlinie oder die Aussetzung von Kreditraten sogar ohne die Inanspruchnahme der Förderhilfen und damit noch schneller und unbürokratischer überbrückt werden“, sagte Vorstandsmitglied Olaf Meyer-Runnebohm. Unterm Strich habe die Sparkasse aber auch 129 Zusagen für KfW-Hilfskredite mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 43,7 Millionen Euro erteilt.

Im Vergleich zum gesamten Kreditgeschäft machten die Liquiditätsdarlehen der KfW allerdings eher einen kleinen Teil aus, stiegen die gesamten Ausleihungen an Kunden doch um 9,3 Prozent auf insgesamt fast 3,43 Milliarden Euro. Die sogenannten Einlagen – also Geld, das die Kunden bei der Bank zum Beispiel auf Tagesgeldkonten geparkt haben – stiegen um 10,7 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro. Annähend 764 Millionen Euro davon lagen Ende vergangenen Jahres noch immer auf dem klassischen Sparbuch.

Bei der Kreissparkasse Syke arbeiten 651 Angestellte

Die Sparkasse Syke ist Arbeitgeberin von insgesamt 651 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Weil einige Angestellte in Teilzeit arbeiten, entspricht das 515 Vollzeitstellen. Trotz der Corona-Pandemie nahm die Sparkasse zu keinem Zeitpunkt Kurzarbeit in Anspruch. Viele Kollegen arbeiten allerdings im Homeoffice. Die Sparkasse Syke betreibt aktuell 29 Geschäftsstellen in Syke, Stuhr, Weyhe, Bassum, Twistringen und Bruchhausen-Vilsen. Unterm Strich werden dort 102 777 private und 13 364 gewerbliche Girokonten geführt.

In Wertpapieren legten die Kunden 101,4 Millionen Euro an, rund 2,3 Millionen Euro mehr als 2019. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 3,67 Milliarden Euro auf etwas mehr als vier Milliarden Euro. „Damit sind wir der eindeutige Marktführer in der Region“, sagte Jens Bratherig. „Und das werden wir auch bleiben, denn unsere Truppe hat in den vergangenen Monaten wirklich einen Super-Job gemacht“, ergänzte Meyer-Runnebohm mit Blick auf die Belegschaft.

Wir sind der eindeutige Marktführer der Region.

Jens Bratherig, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Syke

Für viele Vereine, Verbände und gemeinnützige Institutionen im Geschäftsgebiet der Sparkasse hatte das Geschäftsergebnis durchaus positive Konsequenzen, denn es ist gute Tradition des Unternehmens, einen Teil des Gewinns in Form von Spenden an besagte Einrichtungen auszuschütten. Im Coronajahr 2020 legte die Sparkasse sogar noch einmal rund 200 000 Euro drauf und verteilte so insgesamt rund eine Million Euro an Spenden. Größte Profiteure waren unter anderem das Kreismuseum, das Syker Vorwerk oder auch der Kreissportbund. Aber auch viele andere Vereine und Institutionen erhielten einen finanziellen Zuschuss.

Unsere Truppe hat wirklich einen Super-Job gemacht

Olaf Meyer-Runnebohm, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Syke

Mit einem Blick auf die kommenden Monate zeigten sich Jens Bratherig und Olaf Meyer-Runnebohm vorsichtig optimistisch, das Jahr 2021 ähnlich positiv abschließen zu können wie das Vorjahr. Sicherlich werde der Zinsüberschuss als wichtigste Einnahmequelle des Unternehmens weiter sinken, auf der anderen Seite aber sei davon auszugehen, dass das Kreditgeschäft eher anziehen als nachlassen werde. Bratherig: „Es kann sein, dass die Unternehmen erst einmal eher zurückhaltend investieren, dafür glauben wir aber, dass der private Haus- und Wohnungsbau noch zunehmen wird.“

Für „deutlich ausbaufähig“ hält der Sparkassenvorstand das Wertpapiergeschäft. Neben einer stärkeren Ansprache vor Ort in den Geschäftsstellen denkt die Sparkasse auch darüber nach, künftig eine Video-Beratung anzubieten. Jens Bratherig: „Das Thema Online- und Videokonferenzen hat ja nicht zuletzt wegen der Pandemie stark an Gewicht gewonnen.“

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