Vorreiter Steimke: Wie wollen Bürger im Alter leben? / Lebhafte Versammlung

Platz eins: Der Wunsch nach Hilfe aus der Nachbarschaft

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Ludwig Kutzner (l.) und Lüder Lueßen hatten im Auftrag des Steimker Ortsrates und der Stadt Syke die Fragebögen an die Steimker Bürger ausgewertet. Die Ergebnisse trugen sie jetzt bei einer Versammlung vor.

Syke - Von Frank Jaursch. Was wird aus uns, wenn wir alt sind? Und was kann unsere Stadt tun, damit es uns besser geht? Antworten auf diese Fragen will die Stadt Syke mit Hilfe von Steimke finden. Die Menschen in dem kleinen Ortsteil haben sich mit ihrem Quartiers-Management befasst. Am Donnerstagabend trafen sich etwa 20 Bürger zum nächsten Austausch.

Heike Wilhelm von der Stadtverwaltung und Ortsbürgermeisterin Anke Schwan als Vertreterin des Ortsrates überließen das Feld dabei vor allem Lüder Lueßen und Ludwig Kutzner. Die beiden Steimker hatten in den vergangenen Monaten die Ergebnisse einer Fragebogenaktion aus dem vergangenen Jahr ausgewertet und mit Erkenntnissen aus Gesprächen bei den ersten beiden Treffen präzisiert.

Zusammen ergab das acht Themenbereiche. Dabei offenbarten die Aussagen die Erkenntnis, dass es gar nicht so schlecht aussieht in Steimke: Massive Defizite konnten Lueßen und Kutzner weder in den Bereichen Mobilität und Verkehrssituation noch bei der Lebensmittelversorgung, bei Ärzteversorgung oder Kultur ausmachen.

Handlungsbedarf allerdings besteht hier und da durchaus. Bemerkenswert dabei war, dass sich aus den Meinungen der Bürger sehr präzise Handlungsaufträge ableiten ließen: Sitzbänke oder Unterstände an den Haltestellen des Bürgerbusses zum Beispiel würden das Angebot wesentlich verbessern, Streusandkästen an neuralgischen Punkten könnten die Gefahr von Unfällen reduzieren.

In der Auswertung der Fragebögen überraschte Kutzner vor allem der große Bedarf der Menschen nach Hilfe aus der Nachbarschaft. „Das ist, worauf die meisten den größten Wert legten.“ Kutzner hatte zuvor durchaus den Wunsch nach mehr Distanz befürchtet.

Die (gute) Nachbarschaft stellt dabei – auch das zeigte die Präsentation – zugleich die Lösung für viele Probleme dar. Etwa im Bereich der Versorgung mit Lebensmitteln, aber auch im allgemeinen Miteinander. Zu diesem Zweck sollten Orte der Begegnung entwickelt werden.

Ein hübsches Beispiel dafür ist die Idee des „Steimker Wäldchens“: Auf diesem gerodeten Fichtenareal wurden vor einigen Wochen neue Bäume angepflanzt. Zur Pflege dieser jungen Gewächse soll es nun „Baum-Patenschaften“ von Kindern geben; im Laufe der Zeit, so die Vision von Kutzner, soll dort ein attraktiver Ortsmittelpunkt für junge und alte Bürger entstehen.

Während der Veranstaltung entwickelte sich eine kurzweilige Diskussion zu verschiedenen Steimker Themen. Kutzner und Lueßen zeigten sich mit diesem Verlauf des Abends sehr zufrieden. „Es war wie eine Art Einwohnerversammlung“, fand Kutzner. Dass dabei das eigentliche Thema zeitweise in den Hintergrund rückte, ändere nichts an den positiven Signalen des Abends.

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