Volksbank an der Hauptstraße: Abriss und Neubau

Der große Sprung

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Carsten Liebich (v.l.) und Carl-Ludwig Behrens von der Volksbank und der künftige Eigentümer Hauke Schröder präsentieren die Pläne für die künftige Immobilie an der Volksbank-Ecke. Die beiden Bauabschnitte sollen durch einen „schwebenden“ Bereich verbunden sein, der sich über das erste und zweite Obergeschoss erstreckt und in dem sich zwei Eigentumswohnungen befinden. 

Syke - Von Frank Jaursch. „Die Volksbank wird umgebaut!“ In den vergangenen Wochen machten die Spekulationen über die Zukunft des markanten Gebäudes an der Hauptstraße die Runde. Auf einer Pressekonferenz hat nun Volksbank-Vorstand Carl-Ludwig Behrens Licht ins Halbdunkel gebracht: „Es gibt keinen Umbau – es gibt einen Neubau!“

Die Tage der Volksbank-Immobilie zwischen den Straßen Zum Hachepark und An der Volksbank sind gezählt. „Schon seit Jahren“ habe sich die Volksbank-Spitze Gedanken darüber gemacht, wie sie mit dem Bau, der „von der Funktionalität her nicht ganz einfach ist“ (Behrens), umgehen will. Die Galerie in der Kassenhalle sei „eine energetische Katastrophe“, eine Sanierung sei nur mit einem großen Aufwand umsetzbar.

„Da muss man auch mal den Mut haben, über einen großen Sprung nachzudenken“, findet Behrens. Der heißt: Weg mit dem 70er-Jahre-Bau, her mit einem neuen Gebäude. Ein planerisches Detail machte diesen Gedanken besonders attraktiv: Auf dem Grundstück wäre baurechtlich noch viel mehr machbar.

„An der Stelle ist sogar eine volle Viergeschossigkeit möglich“, weiß Hauke Schröder, Inhaber der Hirdler Immobilien und Baubetreuung. „Aber das ist für uns kein Thema.“ Sein Unternehmen ist der eigentliche Bauherr: Schröder einigte sich mit der Volksbank auf den Verkauf des Gebäudes. Und er baut die Nachfolge-Immobilie.

Gesamtprojekt kostet etwa 5,3 Millionen Euro

Als gebürtiger Syker habe ich diesen Standort mein ganzes Leben vor mir gehabt“, berichtet Schröder. „Ich fand die Möglichkeit unheimlich spannend, mir Gedanken zu machen, wie es mal aussehen könnte.“

Seine Gedanken überzeugten die potenziellen Verkäufer aus mehreren Gründen: Zum einen sieht sein Entwurf ein markantes Gebäude mit traditioneller Backstein-Außenfassade vor, das sich aber in die Umgebung einfügt und nicht „wie so ein Leuchtturm wirkt“. Zum anderen hat sein Vorhaben den Charme, dass das Projekt aus zwei Bauabschnitten besteht.

Zunächst wird der östliche Teil gebaut – an der Ecke Hauptstraße/Zum Hachepark, wo sich derzeit ein Teil des Parkplatzes befindet. Ist dieser Neubau fertiggestellt, kann die Volksbank in ihr neues Domizil im Erdgeschoss und im ersten Stock umziehen.

Anschließend werden das derzeitige Volksbank-Gebäude abgerissen und der Bau des zweiten Teils in Angriff genommen. „So ist für die Mitarbeiter die Beeinträchtigung minimal“, freut sich Carsten Liebich, Regionalleiter Süd der Volksbank. Im Vergleich dazu wäre ein Ausquartieren der Belegschaft, etwa in Container, eine deutlich größere Herausforderung gewesen, so Liebich.

Der neue Bereich bietet mit 440 Quadratmetern tatsächlich etwa so viel Platz wie das alte Gebäude. Die Volksbank wird diesen Teil von Schröder nach Vollendung „zurückkaufen“, in dem neuen Kompetenzzentrum finden erneut neun Arbeitnehmer Platz – plus Regionalleiter Liebich.

„Wir reagieren mit den Räumlichkeiten auf rasante Veränderungen im Kundenverhalten“, erklärt Carl-Ludwig Behrens. Der Servicebereich wird kleiner, es gibt einen SB-Bereich und sieben Beratungszimmer.

Über die Volksbank-Fläche hinaus entstehen auf dem 2480 Quadratmeter großen Areal insgesamt 15 Wohneinheiten – von der 70-Quadratmeter-Wohnung bis zum Penthouse im Dachgeschoss, das rund 160 Quadratmeter groß wird. Im Erdgeschoss des zweiten Bauabschnitts entsteht zudem eine weitere Gewerbefläche von etwa 360 Quadratmetern Größe. Das gesamte Projekt wird nach Stand der Planungen etwa 5,3 Millionen Euro kosten.

Die Pläne sind noch variabel in der Ausgestaltung, allerdings habe Hauke Schröder bereits Vorgespräche mit der Stadt und der Politik geführt – und sehr positives Feedback bekommen. Mit dem Neubau soll auch die Verkehrssituation an der Hauptstraße geändert werden: Von der Straße An der Volksbank sollen Autofahrer dann links abbiegen, um die Straße Zum Hachepark zu erreichen. Noch in diesem Jahr soll der Neubau beginnen, den Umzug will die Volksbank im kommenden Jahr über die Bühne bringen.

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