Ausschuss billigt Verwaltungs-Antrag

Vier Cent mehr pro Kubikmeter Schmutzwasser

Syke - Von Frank Jaursch. In jährlicher Regelmäßigkeit müssen sich die Mitglieder im Finanzausschuss mit schmutzigen Dingen befassen. Am Mittwochabend war es wieder soweit: Eine Stunde lang ging es um Abwasser und Straßenreinigung.

Abzustimmen gab es nicht viel: Im Wesentlichen stellte Kämmerer Peter Pawlik den Mitgliedern das Zahlenwerk vergangener Jahre zur Kenntnisnahme vor. Im einzigen Beschluss von Bedeutung beschäftigte sich der Ausschuss mit der Abwassergebühr für 2017.

Die Verwaltung hatte in ihrer Vorkalkulation leicht erhöhte Kosten für die Abwasserbeseitigung ausgemacht. Dafür sind moderate Erhöhungen vorgesehen: Bei der zentralen Schmutzwasserentsorgung soll die Obersatzgrenze um vier Cent pro Kubikmeter auf 2,72 Euro steigen – ein Plus also von anderthalb Prozent. Der Ausschuss votierte einstimmig für den Verwaltungsentwurf.

Pawlik nutzte die Sitzung, um auf größere Ausgaben in Zusammenhang mit der stadteigenen Kläranlage hinzuweisen. Dort seien in absehbarer Zeit große Maßnahmen erforderlich. „Wir unterhalten uns hier über Millionenbeträge“, so Pawlik, „und zwar um keinen niedrigen Millionenbetrag.“

Bei den Straßenreinigungsgebühren wurde deutlich, wie sehr sich die Vergabe der Aufträge an eine neue Firma auszahlen kann: Die Nachkalkulation weist für 2014 eine Unterdeckung von fast 5 800 Euro aus, für 2015 steht hingegen ein Plus von gut 4500 Euro unterm Strich. Insgesamt führt das dazu, dass die Gebühren unverändert bleiben; die Obergrenze bleibt bei 74 Cent pro Meter Straßenfront.

Zur Kenntnis nahm der Ausschuss auch die Abwasser-Nachkalkulation für 2014. Dort gelang bei der ursprünglichen Kostenkalkulation fast eine Punktlandung: Bei einem Volumen von rund 2,6 Millionen Euro lag man nur gut 6500 Euro zu hoch.

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