Facebook-Gruppe „Syke Rocks“ bringt Farbe in die Orte

Viele viele bunte Steine

Spinnen können nicht niedlich sein? Die Künstlerin dieses Steins beweist das Gegenteil.  
 
Fotos: ulrike gießel
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Spinnen können nicht niedlich sein? Die Künstlerin dieses Steins beweist das Gegenteil. Fotos: ulrike gießel
  • Lara Terrasi
    vonLara Terrasi
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Syke – Ob ein Einhorn auf einem rosafarbenen Stein, eine gelbe Raupe auf grünem Hintergrund oder ein Schutzengel, der ein Herz in seinen Händen hält. Gute Laune machen die bemalten Steine auf jeden Fall und sie zaubern dem Finder sicherlich ein Lächeln ins Gesicht. Und genauso soll es ja auch sein, dachte sich die Barrierin Jessica Hespe, die zusammen mit ihren Freundinnen Sabrina Keding und Ulrike Gießel die Facebook-Gruppe „Syke Rocks“ ins Leben gerufen hat, die aktuell 511 Mitglieder zählt.

Und so läuft das Ganze ab: Jeder, der möchte, bemalt einen Stein nach seinen Vorstellungen. Auf der Rückseite sollten nach Möglichkeit das Facebook-Logo sowie die Worte „Syke Rocks“ geschrieben stehen. Den fertigen Stein legt die Künstlerin oder der Künstler dann in der Umgebung aus – „am besten da, wo viele Menschen vorbeigehen“, sagt die 39-Jährige. Der Finder kann dann auf die Facebook-Seite gehen und dort Fotos seines Steins hochladen und dazu schreiben, wo er ihn gefunden hat. Er kann ihn dann entweder behalten, oder wieder an einem anderen Ort ablegen. Der Sinn sei aber, ihn „in der Welt zu verteilen“, so Hespe. „Meine Tochter Lara hat auch einen Stein bemalt, die findet den aber so schön, dass sie ihn behalten wollte“, erzählt sie lachend und zeigt einen Stein, den Lara mit Raketen und Silvesterknallern bemalt hatte.

„Es soll eine kleine Freude für einen Moment bereiten. Im Moment ist die Freude ja nicht immer so groß.“ Zuvor sei Julia Wehrenberg mit dem Vorschlag, eine Facebook-Gruppe zu gründen, auf Hespe zugegangen. Letztere hat ihn dann schließlich in die Tat umgesetzt. In Stuhr und Weyhe habe es die Aktion schon vorher gegeben und da dachte Hespe sich, dass es auch für Syke eine schöne Idee sei. Der Ursprung liegt in den USA. „Ich fand die Idee super. Das ist auch für Kinder toll. Steine findet man ja auch überall. Und beim Malen sind keine Grenzen gesetzt. Jeder kann zeichnen, was er möchte“, sagt Hespe. Sie ergänzt: „Das ist auch für Kinder klasse, die suchen gerne. Meine Tochter hat auch wie wild gesucht und gemalt“, sagt die 39-Jährige und lacht.

Welche Utensilien braucht man? „Am besten einen flachen Stein und Acrylfarbe. Es gibt auch extra Acrylstifte zum Bemalen von Steinen. Und wichtig ist es, wenn der Stein trocken ist, ihn mit Klarlack zu bemalen. Man möchte ja schon länger etwas davon haben.“ Die Ideen dazu kommen ihr einfach so „oder man schaut auf Pinterest oder anderen Seiten“. Motive wie Blumen oder Schmetterlinge seien beliebt.

Wo sind schon welche gefunden worden? „In Düsseldorf, Laboe und an der Nordsee“, listet Hespe auf. Einige Steine aus Syke sind also schon relativ weit gewandert. Auf der Facebook-Seite herrscht reger Betrieb: „Gestern gefunden vor der Tür vom Gemeindebüro der Christuskirche. Wird heute wieder ausgewildert“, teilt ein Gruppenmitglied über den Fund eines Steins mit.

Wegen Corona herrsche jedoch im Moment etwas Stillstand. Die Frage, ob das Auslegen in dieser Zeit sinnvoll sei, stand im Raum. „Aber ich denke, dass ich bald auch wieder malen werde.“

Von Lara Terrasi

Jessica Hespe präsentiert den Stein ihrer Tochter.
Ein Einhorn oder eine gelbe Raupe: Für jeden ist etwas dabei. Fotos: jessica hespe
Bunte Muster, Kirschen oder ein Schutzengel, der ein Herz in seinen Händen trägt. Fotos: julia wehrenberg

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