Saisonabschluss der Barrier Butze

Zu sechst im Käfer zu den Beatles

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Peter Scholvin mit der von ihm restaurierten britischen BSA, Baujahr 1954.

Barrien - Von Heiner Büntemeyer. Gewöhnlich neigen Besitzer von Oldtimer-Kraftfahrzeugen dazu, ihre liebevoll gepflegten Schätze nur bei schönem Wetter auszufahren. Aber wenn Hans Göbel zum Saison-Abschluss auf den Barrier Schützenplatz bittet, kommen sie auch bei Nieselregen. Am Wochenende wurden mehr als 60 Fahrzeuge dort präsentiert.

„Damit sind wir groß geworden“, berichtete Manfred Niederlag aus Weyhe, der mit einem roten Opel Corsa nach Barrien gekommen war. Er stand vor einem VW-Käfer und erinnerte sich an einen Sonnabend in den 60er-Jahren, als die Mushrooms bei Voßmeyer in Sudweyhe spielten. Damals „die“ angesagte Kultband im Bremer Raum. Trotzdem schwärmte ein Kumpel von einer Band, die in Hamburg spielte und sich Beatles nannte. Die sollten sie doch mal besuchen.

Kurz entschlossen brausten Niederlag und seine Freunde nach Hamburg – zu sechst im VW Käfer – wo sie die Beatles im Star-Club live erlebten.

Ähnliche Erinnerungen hängen an den meisten Modellen, zu denen der NSU-Prinz 1000 C von Oliver Weiß ebenso gehörte wie der DKW Meisterklasse von Günther Eggers, die Borgward Isabella, ein Goggomobil, ein Opel Olympia und Hartmut Timkes Opel Kapitän.

Die fachkundigen Besucher standen um den roten VW Käfer von Wilfried Otto herum, denn es handelte sich um das Modell 1302-Automatik. „Ein äußerst seltenes Stück“, wie ein Besucher feststellte. Eine eindrucksvolle Kulisse bildeten die unterschiedlichen Unimogs, mit denen die Unimogfreunde der Region angereist waren.

Im Bereich der Zweiräder bildeten die zehn nebeneinander aufgereihten Heinkel-Roller eine optisch starkes Bild. Aufsehen erregte auch die BSA (British Small Arms), Baujahr 1954, von Peter Scholvin. Er hatte dem Organisator Hans Göbel zwei kleine Päckchen mitgebracht, die sichtbar älteren Datums waren. Der Inhalt bestand aus Riemen-Verbindern, mit denen früher die Antriebsriemen der Motorräder verbunden wurden. Junge Motorradfahrer könnten damit nichts anfangen, „denn Riemenantriebe gehören in die Motorrad-Steinzeit“, wie ein Besucher erklärte. Aber Hans Göbel freute sich sehr über dieses Geschenk, denn solche Raritäten werden von ihm und den von ihm in der Barrier Butze betreuten Jugendlichen oft gesucht, wenn sie alte Motorräder restaurieren.

Alle Teilnehmer konnten sich an einem Geschicklichkeitsspiel beteiligen. Sie schauten sich die ausgestellten Fahrzeuge an und konnten ihre Eindrücke bei Kuchen und Kaffee in der Schützenhalle diskutieren.

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