Syker Gesundheitstag leidet unter Besuchermangel

Viele Angebote – aber wenig Nachfrage

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Viele Angebote beim ersten Syker Gesundheitstag – wie der Meditative Tanz – litten am Sonnabend unter der eher enttäuschenden Resonanz. 

Syke - Von Heiner Büntemeyer. Der Gesundheitstag sorgte mit seinem breit gefächerten Angebot für viel Übersicht über die zahlreichen Möglichkeiten, die älteren Menschen offen stehen, wenn sie Hilfe benötigen, wenn sie Kommunikation wünschen oder ihrem Körper etwas Gutes tun wollen. Sie erfuhren auch, wo sie selbst aktiv werden könnten, um andere Menschen zu unterstützen.

Eine Anlaufstelle war der Rathaussaal, wo zahlreiche Aussteller ihre Info-Stände eingerichtet hatten. In den Zeiten, in denen sie auf Besucher warteten, kamen sie miteinander ins Gespräch und erfuhren am Nachbarstand manchmal recht interessante Hinweise für die eigene Arbeit. Dazu zählten Gerlinde Wulfers, Mitarbeiterin der AOK, und Elke Butt, die den Weißen Ring vertrat. Sie tauschten sich über das noch ziemlich neue Opfer-Entschädigungsgesetz aus, über dessen Durchführung in den Krankenkassen noch Informationsbedarf besteht.

Elly Bach präsentierte am Stand der Freiwilligen-Agentur „offene Stellen“ wie in den Berufsbildenden Schulen, wo man sich über Freiwillige freuen würde, die bereit wären, sich um Hilfe bedürftige Schüler zu kümmern. Im Ratssaal hatte auch der SoVD einen Platz besetzt und informierte nicht nur über die Initiativen des SoVD, sondern bot den Besuchern auch die Möglichkeit, sich hautnah in die Rolle von Menschen mit Gebrechen zu begeben oder sich in die Rolle älterer Personen hineinzuversetzen.

Sie zogen Handschuhe über, die durch elektrische Impulse dem Träger das Gefühl vermittelten, dem ein Parkinson-Patient ausgesetzt ist. Man war froh, dass es nur eine Simulation war und man den Handschuh wieder ausziehen konnte.

Aber das Angebot trug sehr zum Verständnis für Menschen bei, die mit dieser Behinderung leben müssen. Ebenso erging es Besuchern, die in den Alterssimulationsanzug schlüpften und erfuhren, wie es sich lebt, wenn man schlechter sehen, hören und tasten kann und in der Bewegung eingeschränkt ist.

Im Foyer stellte sich der Seniorenbeirat mit seinen Aktivitäten vor und verteilte die selbst entwickelte Notfallkarte, die auch Jüngeren eine wichtige Hilfe sein kann.

Den vielleicht am besten besuchten Stand hatten „Matt & Basti“ auf dem Rathausplatz bezogen. Sie spielten Kinderlieder und luden zum Mitsingen und Bewegen ein.

Im Gemeindesaal der Kirchengemeinde stellten Übungsleiter des TSV Barrien Übungs- und Bewegungsangebote für ältere Menschen wie „Pilates“, „Hockergymnastik“ oder „Cardio-Fit“ vor. Sylvia Lauer-Schulz zeigte Qi-Gong-Übungen, die TSG Osterholz-Gödestorf-Schnepke lud zum „Schnupperwalking“ ein, und die Senioren-Tanzgruppe zeigte meditative Kreistänze.

Daneben gab es zahlreiche Vorträge zu Themen wie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, über Möglichkeiten, sich seine seelische Gesundheit im Alter zu erhalten, über Augenkrankheiten und gesunde Ernährung.

Gäste lobten diese Möglichkeiten der Information. Eine Besucherin freute sich darüber, dass sie an diesem Tag „gleich mehrere Anliegen loswerden“ konnte, für die sie sonst wohl viele Telefonate und Besuche hätte machen müssen. Allerdings hätten sich viele Anbieter viel mehr Besucher gewünscht, denn sie vermuten, dass der Bedarf an Informationen wesentlich höher ist, als es der Besuch vermuten ließ.

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