Thema bei Anwohnern und Syker Stadtverwaltung

Gehwegstück an der Gartenstraße: Viel Platz fürs Wildkraut

Kein urbanes Biotop, sondern ein Ärgernis für Anwohner und die Syker Stadtverwaltung ist der Wildwuchs an der Gartenstraße unweit des Raiffeisen-Geländes. - Foto: Husmann

Syke - Von Frank Jaursch. Zwischen den Steinen wuchert das Wildkraut. Löwenzahn, sogar Brennnesseln haben sich in mittlerweile beachtlicher Größe ihren Platz auf dem Gehweg an der Gartenstraße gesichert.

„Da ist garantiert seit Monaten nichts gemacht worden“, sagt ein Passant von der anderen Straßenseite. Dort kann er problemlos gehen. Auf der westlichen Seite wird das ein Stück weit zu einer Herausforderung. Aus der Gartenstraße ist hier gewissermaßen eine Wildgarten-Straße geworden.

Eigentlich ist das Problem ein klassisches Herbst- oder Winter-Thema: Der Hausbesitzer ist dazu verpflichtet, die Gehwege vor dem Haus in einem begehbaren Zustand zu halten. Diese Vorschrift wird meist dann interessant, wenn Glatteis herrscht oder herabgefallenes Laub den Gang über den Fußweg zu einem riskanten Unterfangen macht.

An der Gartenstraße aber hat der regenreiche Sommer in Verbindung mit der Tatenlosigkeit des Eigentümers für eine ganz neue Variante gesorgt. „Das geht so natürlich nicht“, bestätigt Bürgermeisterin Suse Laue. Auch in der Syker Stadtverwaltung ist der Zustand des Gehwegs bereits ein Thema gewesen. „Der Eigentümer ist verpflichtet, den Weg zu reinigen“, sagt Laue, „und wenn das nicht passiert, schreibt das Ordnungsamt ihn an.“

Der betroffene Abschnitt gehörte bis vor zwei Jahren zum Raiffeisen-Gelände; dann hatte ein Investor den Teilbereich erworben, um auf dem Gelände ein Ersatzteillager von Oldtimern einzurichten. Wenn die Stadt keine Reaktion auf die Aufforderung zum Reinigen des Weges erhält, bleibt laut Laue die Möglichkeit der „Ersatzvornahme“ – das heißt, die Stadt selbst beauftragt eine Firma mit der Reinigung und stellt die Kosten dem Eigentümer in Rechnung. „Auch die Möglichkeit von Ordnungsgeldern besteht“, sagt Laue.

Bis der Eigentümer oder die Stadt aktiv werden, wird den Passanten nichts anderes übrig bleiben, als sich zwischen den Brennnesseln einen Weg zu bahnen – oder die Straßenseite zu wechseln.

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