Verwaltung und Sportvereine klären offene Fragen bis zum Nachtragshaushalt

Hallenbad Barrien: Lösung bis Mitte Juli

Barrien - Von Heiner Büntemeyer. Die Zukunft des Barrier Hallenbades hat am Mittwoch Abend der Barrier Ortsrat während intensiv diskutiert.

Angesichts der Kosten ist in der Vergangenheit schon häufiger eine Schließung des Bades diskutiert worden: Seit der Inbetriebnahme im Februar 1974 ist es ein Zuschussbetrieb.

2014 betrugen die ermittelten Betriebskosten laut Hein Sievers von der Stadtverwaltung rund 75000 Euro, die Kosten für technisches Personal 30000 Euro und die Kosten für die Reinigung 35000 Euro. Ergibt unterm Strich Gesamtkosten von 140000 Euro. Und darin sind Bauunterhaltung, Sanierung und Reparaturen noch nicht mal enthalten. Dem stehen rund 22000 Euro an Einnahmen gegenüber.

Genutzt wird das Bad jährlich von etwa 40000 Badegästen, darunter rund 30000 Kinder aus Schulen und Kindergärten sowie Schwimmsportlern.

Der Leiter der gemeinsame Schwimmsparte des TSV Barrien und des TuS Syke, Peer Schmidt, stellte dem Ortsrat eine mögliche Lösung des Problems vor: Ein Betreiberverein könnte das Bad übernehmen.

Höhere Einnahmen könnten erzielt werden, wenn alle Badbenutzer Eintritt zahlten. Außerdem könne der öffentliche Badebetrieb eingestellt werden, um so Personalkosten einzusparen. Um die Betriebskosten zu senken, sei eine energetische Sanierung erforderlich, die etwa 500 000 Euro kosten würde und zumindest teilweise über Sponsorengelder refinanziert werden könnte.

Stadtverwaltung und Sportvereine einigten sich auf ein gemeinsames Gespräch über Detailfragen, um möglichst noch bis zur Beratung des Nachtragshaushaltes am 22. Juli einen Beschlussvorschlag unterbreiten zu können.

Die Arbeiten an der Grundschule Barrien liegen im Zeitplan, berichtete Erster Stadtrat Thomas Kuchem. Der Abriss des Verwaltungsflügels beginnt mit den Sommerferien. Zu Beginn des Schuljahrs 2016/17 sollte die Baumaßnahme abgeschlossen sein.

Im Gespräch: Tempo 30 vor der Grundschule

Während der Bauarbeiten wird auf einer Wiese gegenüber der Schule ein Baustellen-Lagerplatz eingerichtet, so dass die Parkplätze und die Bushaltestelle vor der Schule auch während der Bauzeit erreichbar bleiben.

Um Tempo 30 entlang der Schule zu erreichen, will die Verwaltung beim Landkreis eine Verkehrsschau beantragen, da es sich um eine Landesstraße handelt.

Der Zustand des öffentlichen Parkplatzes vor dem Sportzentrum sei unhaltbar, klagte der Vorsitzende des TSV Barrien, Gerhard Mey. Nach Aussage von Hein Sievers soll der Platz noch in diesem Jahr ausgebessert werden. „Das kann aber wieder nur Flickwerk sein“, so Sievers. Ein qualifizierterer Ausbau koste Geld, darüber müsse „die Politik“ entscheiden.

Schon in Kürze wird die teilweise abgefahrene Asphaltdecke am Endstück der Bremer Straße erneuert. Der Barrier Rundwanderweg, der so genannte „Rieselwiesenweg“, könnte endlich realisiert werden. Wenn geklärt ist, wie dieser Weg ausgeschildert wird, wird auch ein Infoblatt mit den erforderlichen Hinweisen in Auftrag gegeben.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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