Führerschein für die Enkelin

„Verkehrswacht-Retter“ Wolfgang Rathke erhält Bundesverdienstkreuz

Wolfgang Rathke (links), Träger des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, mit Landrat Cord Bockhop.
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Wolfgang Rathke (links), Träger des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, mit Landrat Cord Bockhop.

Der langjährige Leiter der Verkehrswacht Landkreis Grafschaft Hoya, Wolfgang Rathke, hat aufgrund seines Einsatzes für die Verkehrssicherheit das Bundesverdienstkreuz von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erhalten. Dieses überreichte ihm Landrad Cord Bockhop im Rahmen einer Feierstunde.

Syke – Der Verdienstorden wird an Bürgerinnen und Bürger „für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland (...) verliehen. Es ist (...) die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht.“ So heißt es auf der Internetseite des Bundespräsidenten. Wolfgang Rathke gehört zu diesen Menschen, die sich um die Allgemeinheit verdient gemacht haben. So sieht es jedenfalls Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der dem Syker den Verdienstorden verlieh. Überbracht hat ihn Landrat Cord Bockhop in einer gemütlichen Runde im „Alten Rasthaus“ in Kastendiek. Pandemiebedingt im kleinen Kreis mit Weggefährten aus der Verkehrswacht Landkreis Grafschaft Hoya, in der Rathke lange Jahre an verantwortlicher Stelle wirkte.

Das Ruder in der Krise übernommen

Bockhop schilderte aus der Begründung, dass Wolfgang Rathke 2005 das „Ruder übernahm, als die Verkehrswacht nach Fortgang des bisherigen Vorsitzenden in eine Krise geriet. Es drohte die Auflösung.“ Bis dahin als Beisitzer für Recht im erweiterten Vorstand, übernahm er volle Verantwortung und brachte sich mit großem Engagement ein. Er initiierte Veranstaltungen und führte Aktionen auch selbst durch, etwa die Seminarreihe für „Richter, Staatsanwälte, Polizeibeamte und sonstiger an der Verkehrssicherheit interessierte Personen“, für die es ihm immer wieder gelang, ausgezeichnete Referenten zu gewinnen.

„Für ihn war immer wichtig, sich für die schwächsten Verkehrsteilnehmer einzusetzen“, beschrieb der Landrat den Schwerpunkt von Rathkes ehrenamtlicher Tätigkeit. „Da war er sich auch nicht zu schade, Broschüren zur Verkehrserziehung in sein Auto zu packen und in Kindergärten und Grundschulen der Region abzuliefern.“ Ihm waren die flächendeckende Versorgung mit Übungsmaterialien zur Radfahrprüfung oder die Aktion „Sicher zur Schule“ für Vorschulkinder wichtig. Auch das für Seminar „JuFa – Junge Fahranfänger“ sowie das Seminar für Senioren „Fit im Auto“ entstanden unter Rathkes Regie. „JuFa“ – vielleicht auch ein Angebot für die älteste Enkeltochter, die just am Tag seiner Ehrung die Fahrerlaubnis erwarb.

Verkehrziehungsmaterialien künftig über das Rathaus

Als er 2019 mit 78 Jahren den Vorsitz abgab, ehrte ihn die Landesverkehrswacht mit dem Ehrenabzeichen in Gold. Nun also das Bundesverdienstkreuz. Bürgermeisterin Suse Laue schloss sich Bockhops Dankesworten an. Sie griff einen Rathke-Vorschlag auf und sagte zu, künftig Verkehrserziehungsmaterialien in Syke über das Rathaus weiterzuleiten. Der Landrat will das auch in anderen Kommunen anregen.

Rathke dankte Landrat Bockhop. Persönlich sieht er seinen besonderen Verdienst darin, dass er „die taumelnde Einrichtung Verkehrswacht Landkreis Grafschaft Hoya aus schwerer See wieder in ruhiges Fahrwasser überführen konnte“. Rathke übernahm nach Ausfall des Geschäftsführers diese Aufgabe zusätzlich, obwohl er damals, im Hauptberuf als Richter in Bremen, eigentlich schon gut ausgelastet war.

Verkehrswacht mittlerweile gut aufgestellt

Mittlerweile sieht er die Verkehrswacht mit der Vorsitzenden Inken Otto wieder gut aufgestellt, obwohl sie durchaus mehr aktive Mitglieder gebrauchen könnte. Rathke nimmt wahr, dass „die Bedeutung der Verkehrswacht vielen Menschen nicht mehr bewusst ist. Junge Leute haben offenbar andere Interessen, als sich ehrenamtlich für die Allgemeinheit einzusetzen“, bedauerte er. Die Schwerpunkte der Arbeit haben sich nach seiner Auffassung nicht verändert. Nach wie vor seien die jüngsten und die älteren Mitbürger, auch angesichts des zunehmenden und sich ständig ändernden Verkehrs, in besonderem Maße gefährdet.

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