Verkehrswacht bringt Kindern Grundsätze des Verhaltens im Straßenverkehr näher

Zebrastreifen weg: „Na toll“

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Aufmerksam verfolgten die Mädchen und Jungen das Treiben auf der Puppenbühne.

Syke - Von Frank Jaursch. Es ist fast wie Magie: Wenn die Scheinwerfer angehen und sich langsam der rote Vorhang auf der kleinen Bühne öffnet, verstummt das Getuschel aus Dutzenden Kindermündern. Und die dazugehörigen Augenpaare blicken andächtig nach vorn. Kaspertheater kann das. Umso schöner ist es, wenn Kasper den Kleinen dann auch noch wichtige Inhalte vermittelt.

Die Verkehrswacht Grafschaft Hoya war im DRK-Kindergarten Sternenhimmel zu Gast, um den Kindern eine lustige halbe Stunde inklusive Lerneffekt zu bescheren. „Es ist uns ein Anliegen, den Kindern grundsätzliche Verkehrsregeln klarzumachen“, erklärt Leiterin Christine Landwehr. Auch wenn die Kinder nicht alle Einzelheiten behalten würden, so sei es doch sinnvoll, die Kleinen für das Thema zu sensibilisieren. „Mehr können wir noch nicht erreichen.“

Kasper und Wachtmeister Schmidt, der kleine Tommy und sein Hund Oskar jedenfalls konnten sich der Aufmerksamkeit der Kinder sicher sein. Spielerisch wurden viele kleine Hinweise in die Handlung eingearbeitet. „Einfach schnell über die Straße laufen?“, fragt der Polizist. „Das geht natürlich nicht.“

Was könnte man denn da bloß machen? „Eine Ampel“, kommt der Vorschlag aus dem Zuhörerkreis. „Oder einen Zebrastreifen malen!“ „Ein toller Vorschlag“, lobt der Polizist auf der Bühne. Schnell kommt ein Mann vom Bauhof, malt einen Zebrastreifen auf und stellt auch noch ein Schild hin.

Klar, dass das nicht lange so bleibt. Sigi Saubermann („Ich kann Schmutz nicht leiden!“) putzt den Streifen trotz lauter Kinderproteste weg. Frust bei den Sternenhimmel-Bewohnern, die wirklich ihr Bestes gegeben haben. „Na toll“, murmelt ein Steppke sichtlich enttäuscht.

Aber natürlich löst sich am Ende alles auf, ein neuer Zebrastreifen wird eingerichtet. Polizist und Publikum singen zusammen Rolf Zuckowskis „Zebrastreifen“- Lied. Und die aufmerksamen Kinder lernen wie nebenbei noch ein paar andere Verhaltensregeln.

Großen Applaus gab es am Ende für die drei Puppenspieler Alfred Faust, Wulfhard Wollersen und Ingo Preusche, die ehrenamtlich in den Kindergärten der Region aktiv sind. „Wir stellen fest, dass wir mit diesem Puppentheater noch die Kinderherzen berühren“, sagt Faust. Kaspertheater kann das. Auch im Jahr 2015.

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