Verkehrs-, Verschönerungs- und Bürgerverein auf Neujahrswanderung durch Ristedt und Sörhausen

Wissenswertes über alte und neue Windmühlen

Nach Ristedt führte die Neujahrswanderung des VVV.
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Nach Ristedt führte die Neujahrswanderung des VVV.

Ristedt - Von Heiner Büntemeyer. Mehr als 40 Gäste beteiligten sich am Sonnabend an der inzwischen traditionellen Neujahrswanderung der VVV Syke. Am Gasthaus „Im Grunewald“ in Ristedt trafen sich am Samstag die Teilnehmer.

„Hier schließt sich heute ein Kreis, denn vor zwölf Jahren begann hier die erste Neujahrswanderung des Verkehrs-, Verschönerungs- und Bürgervereins“, erinnert sich VVV-Vorsitzender Volker Galperin.

Der erst vor wenigen Monaten ins Amt gewählte Ortsbürgermeister Claus Bruhm stellte sich den Gästen vor. Als Zugezogener habe er mit den Jahren diesen Ort schätzen und lieben gelernt.

Bruhm erzählte beim ersten Halt am Krummen Schneider auch beide Versionen der Sage, die sich um dieses Naturdenkmal ranken. Und als ehemaliges Mitglied im Ortsrat berichtete Marlies Iden, dass vor Jahrzehnten der Plan bestanden habe, den Krummen Schneider von seinem etwas abseits gelegenen Standort in die Ortsmitte zu verlegen. Erst beim Graben habe sich dann jedoch herausgestellt, dass der Stein mehr als zehn Meter tief im Erdreich steckt.

Der weitere Weg führte zum Hohen Berg. Unterwegs wies Wanderführer Rolf Meyer darauf hin, dass es sich bei den Windkraftanlagen zu beiden Seiten des Weges um den ältesten Windpark im Landkreis handelt. Er verglich dessen gesamte Nennleistung von rund 950 Kilowatt mit der Nennleistung der im Hintergrund sichtbaren Windräder in der Streitheide. Von denen leistet jedes einzelne rund 20000 Kilowatt. „Kein Wunder, dass es Bestrebungen gibt, die Anlagen am Hohen Berg durch größere zu ersetzen“, so Meyer.

Auf dem Hohen Berg hatten Mitglieder des Gesseler Ortsrats noch am Vormittag die Spuren der zahlreichen Silvester-Besucher beseitigt. Die Neujahrswanderer erwartete dort eine Stärkung, und sie erfuhren dabei Details über die Vergangenheit dieser markanten Erhebung und deren gegenwärtige Nutzung.

Weitere Informationen gab es über eine ehemalige Ziegelei, die unterhalb des Hohen Bergs lag und nach der die Straße „Zum Tegeler“ benannt ist.

Weiter ging es nach Sörhausen und zur ehemaligen Ristedter Windmühle, die als erste in Deutschland Flügel mit angebauten „Ventikanten“ hatte, um auch bei „Leierwind“ mahlen zu können. Diese in den 1920er Jahren aus dem Flugzeugbau abgekuckten Anströmkanten waren die letzte große technische Innovation im konventionellen Windmühlenbau.

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