Verkaufsoffener Sonntag: Syker Einzelhändler mehrheitlich unzufrieden

Schneeschippen statt Kassenklingeln

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Den verkaufsoffenen Sonntag nutzten diese Kunden zu einem Info-Gespräch im Reisebüro Reiseland.

Syke - Von Frank Jaursch. Als gestern am Vormittag der Schneefall einsetzte, schwante so manchem Syker Einzelhändler schon Böses. „Als wir um 13 Uhr rausschauten“, berichtete zum Beispiel Frederic La Flèche, „war die Tendenz: am besten gar nicht erst aufmachen.“ Natürlich kam das nicht in Frage: Zwei Dutzend Mitgliedsbetriebe der Werbegemeinschaft öffneten ihre Türen zum ersten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres 2016. Mit den Umsätzen allerdings waren die meisten von ihnen am Ende nicht zufrieden.

Auf der Hauptstraße herrschte dabei durchaus Betrieb – viele nutzten den unverhofften Wintereinbruch zu einem Spaziergang, zum Gläschen Glühwein oder zum Plausch am Schmalzkuchenstand. In die Geschäfte allerdings gingen viele nicht.

Dort sorgte das Ausbleiben der Kunden schon mal für lange Gesichter bei den Geschäftsinhabern. „Wir hatten vielleicht ein Drittel der Besucher, die wir sonst haben“, bedauerte etwa Heike Vetter (Nesemann).

Sie sah im unerwarteten Wetterumschwung den einzigen Grund für den Rückgang gegenüber den vergangenen Jahren. „Das muss man so hinnehmen – und sich ein bisschen über den Schnee freuen.“ Die aufwändig vorbereiteten Aktionen sollen dort nun noch bis Ende Januar weiterlaufen.

Auch im Einrichtungshaus La Flèche bestätigten sich die Befürchtungen der Inhaber. Wo sonst an solchen Tagen 120 Kunden oder Kundengruppen kommen, waren es diesmal vielleicht gerade 20.

WG-Vorsitzender Michael Lux, der von den teilnehmenden Betrieben stets eine Beurteilung nach dem Schulnotenprinzip einfordert, vermeldete so am Abend auch die deutliche Tendenz „unzufrieden“. So mancher war mehr mit dem Schneeschippen vor seinem Geschäft beschäftigt als damit, die Kasse klingeln zu lassen.

Die rückläufigen Besucherzahlen seien aber von den Beteiligten nicht auf die Veranstaltung an sich, sondern auf den „für unsere Verhältnisse schon extremen Wintereinbruch“ zurückzuführen, so Lux.

Allerdings brachte die kleine Umfrage unter den teilnehmenden Betrieben durchaus auch Ausnahmen an den Tag: „Für das Wetter sind wir zufrieden“, erklärte zum Beispiel Florian Kastner, der in seinem Schuhgeschäft bessere Umsätze vermeldete als zum Beispiel Anfang 2015.

Und auch „Prachtvoll“-Inhaberin Dorothee Harries hatte trotz niedrigerer Kundenzahlen gute Umsätze gerade in den ersten Stunden. „Fürs Wetter kann ja keiner was, da will ich mich nicht beklagen“, sagte Harries – und fügte schmunzelnd hinzu: „Ich bin froh, dass es mal schneit.“

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