Bei der Olympiade der Kita Kunterbunt steht Bewegung im Vordergrund

Vergnügte Kinder, anfeuerende Erzieherinnen

Ein Sinnbild für die kunterbunte Olympiade: Während die Kinder alles geben und ihre Freude an den ver schiedenen kleinen sportlichen Herausforderungen haben, unterstützen die Erzieherinnen sie eifrig dabei. - Foto: Heinfried Husmann

Syke - Von Tobias Kortas. Voller Vorfreude krabbelt der dreieinhalbjährige Demien auf den Turnkasten. Er möchte dort runterspringen und mit der Hand einen Luftballon, der an einer Schnur befestigt ist, erreichen. Während des Sprungs hält ihn eine Erzieherin fest. Demien sitzt sonst im Rollstuhl. Mit strahlendem Gesicht landet er auf der Turnmatte und will die Übung gleich noch mal machen. Marion Renken, stellvertretende Leiterin der Kindertagesstätte Kunterbunt, klatscht Beifall.

Für ihr viertes Sportfest auf dem Gelände des benachbarten Jugendhauses, die kunterbunte Olympiade, gibt sich die heilpädagogische und integrative Kita viel Mühe. An sieben Stationen toben sich die ein- bis sechsjährigen Kinder aus insgesamt sieben Gruppen der Kita aus. Unter anderem machen sie Weitsprung, krabbeln unter Ringe hindruch und werfen eine Zielscheibe oder mit Sand gefüllte Luftballons. Es ist eine gemischte Truppe aus Kindern mit und ohne Behinderungen. „Manche sitzen im Rollstuhl, manche müssen noch gehalten werden. Aber alle sind dabei“, sagt Marion Renken gut gelaunt.

Übertont werden die quirrligen Sprösslinge nur von den Erzieherinnen der Lebenshilfe-Einrichtung, die sie laut anfeuern. Grinsend laufen einige der Kinder mit einem nassen Schwamm von einen Eimer zum anderen, um ihn dort auszuwringen. „Den Wasserlauf mag ich richtig gerne“, meint zum Beispiel die sechsjährige Line. Sowieso hat ihr „eigentlich alles“ bei der kunterbunten Olympiade Spaß gemacht. „Der Sprung mit dem Luftballon war auch toll“, erzählt das Mädchen.

Das Sportfest der Kindertagestätte hat System. „Wir sind ein anerkannter Bewegungskindergarten“, erklärt Marion Renken. So habe zum Beispiel das gesamte Team der Kita vor kurzem den Kongress Bewegte Kindheit in Osnabrück besucht. Eine Veranstaltung, „von der wir Hintergrundwissen bekommen“. Zum Beispiel wie das Gleichgewicht, das bei der kunterbunten Olympiade mehrfach gefragt ist, mit der Entwicklung der Augen und des Innenohrs zusammenhängt.

Bewegung wirke sich auf viele kindliche Entwicklungen positiv aus, so auch auf die Bildung. Renken zeigt auf den sechsjährigen Magnus. Der ist gerade nach dem Luftballon gesprungen. „Drei plus drei: Ich habe schon sechs Stationen gemacht. So alt bin ich auch“, zählt der Junge. Nebenbei lernen die Kinder also auch Mathe.

Bewegung fördert auch die Sprachentwicklung. Alles, was ein Kind wiederholt, hinterlässt Spuren im Gehirn. „Ist das gepaart mit Spaß und Freude, ist es umso besser.“

Auch Magnus hat seinen Spaß am Sportfest, am meisten bei einem Parcours mit dem Dreirad. „Ich mache auch Kinderturnen“, erzählt er.

Die ebenfalls sechsjährige Hilenda malt und bastelt eigentlich lieber, anstatt sich beim Sport auszutoben. Trotzdem ist sie eifrig bei der kunterbunten Olympiade dabei. „Das mit dem Luftballon und dem Hochspringen fand ich am besten.“

Der jüngste Teilnehmer ist der kleine Daniel mit seinen eineinhalb Jahren. Interessiert läuft er durch die Gegend und schaut sich alles an. „Im nächsten Jahr kann er dann schon gut mitmachen“, meint Marion Renken.

Nach dem Sport wird es erstmal ruhig: Kinder und Erzieherinnen picknicken gemeinsam, vor allem lockt Hausmeister Oswald Laubscher, „der Mann für alles“, so Renken, mit frisch gegrillten Bratwürstchen.

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