Wassermassen verursachen Schäden

Land unter in Syke: Starkregen überschwemmt die Straßen - Feuerwehren im Dauereinsatz

An der Ecke Werkstraße/Am Ristedter Weg konnte die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. 
Foto: Torben Schmidt, Feuerwehr
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An der Ecke Werkstraße/Am Ristedter Weg konnte die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Foto: Torben Schmidt, Feuerwehr

Syke – Eigentlich sollten die ganz großen Wassermassen ja schon am vergangenen Wochenende kommen – da blieb Syke aber noch von den angekündigten starken Regenfällen verschont. Dafür gab es Dienstagabend reichlich Nass von oben: Besonders schlimm hatte es die Ortsteile Steimke und Ristedt sowie das Gewerbegebiet am Bahnhof erwischt.

  • Eigentlich waren die großen Wassermassen in Form von Starkregen bereits am vergangenen Wochenende kommen, da blieb Syke jedoch noch weitesgehend verschont
  • Dafür traf es die Stadt am Dienstagabend mit voller Härte
  • Die Feuerwehren Syke und Gessel-Ristedt mussten wurden in wenigen Stunden zu elf Einsätzen angefordert

In Syker an der Steimker Straßen fielen bis zu 50 Liter pro Quadratmeter Regen

Im Ortsteil Syke sorgten ein kurzer, starker Platzregen und anschließend anhaltende Regenschauer für überspülte Straßen und vollgelaufene Keller. Wie Feuerwehr-Pressesprecher Torben Schmidt mitteilte, rückten die Feuerwehrmitglieder im Verlauf des Abends insgesamt zu elf Einsätzen aus.

Der erste Alarm kam um 19.48 Uhr. Da schnell von mehreren Einsatzstellen ausgegangen wurde, erfolgte die Alarmierung der Einsatz-Leitung-Ort (Elo) der Ortsfeuerwehren der Stadt. Die Elo hatte die Aufgabe, von der Befehlsstelle im Feuerwehrhaus Syke aus alle Einsätze zu koordinieren und so die Leitstelle in Diepholz zu entlasten.

Der Regen fiel lokal sehr unterschiedlich stark. Lars Brunßen vom Tiefbauamt der Stadt Syke: „Wir selbst haben an der Kläranlage 19 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen. Im Gewerbegebiet hatte ein Anlieger über 40 Liter pro Quadratmeter, und an der Steimker Straße waren es bis zu 50.“

Feuerwehren schreiten nur bedingt ein - „jeder Grundbesitzer ist selbst verantwortlich“

Dort hatte der Regen laut Brunßen jede Menge Sand und Lehm von einem Hang auf die Straße gespült. „Ein Anwohner hat das selbst beseitigt“, sagt Brunßen. „Mit schwerem Gerät.“ Ähnlich sei es im Gewerbegebiet gewesen. Dort dauerten die Räumarbeiten bis gestern an.

Besonders schlimm aber hat es Ristedt getroffen. Mal wieder, müsste man sagen. Lars Brunßen: „Das sind die alten Leiden. Im Bereich Feuerwehrstraße / Blohmbergstraße, Hohe Bergstraße und Windmühlenstraße/Schulstraße gibt es immer wieder Probleme, weil die oberhalb liegenden Flächen nicht befestigt sind, und einige Anlieger ihr Oberflächenwasser immer noch auf die Straße leiten.“ Seit der Flurbereinigung 2010/2011 hat sich laut Brunßen die Lage in Ristedt zwar insgesamt deutlich verbessert. Aber nur bedingt in den reinen Wohngebieten. „Laut Gesetz muss das Wasser da bleiben, wo es niederfällt“, sagt Brunßen. „Das ist für manche Anlieger aber schwierig. Weil sie zum Beispiel an einem Hang liegen. So starke Regenfälle wie am Dienstag werden dann schnell problematisch.“ Brunßen erhalte dann immer wieder Anrufe: Ihr müsst da tätig werden! „Aber jeder Grundbesitzer ist selbst dafür verantwortlich.“

Zwischen 19.45 und 23 Uhr hatten die Ortsfeuerwehren Syke und Gessel-Ristedt folgende Einsatzstellen anzufahren:

1. Westerstraße („Wasser läuft in Wohnung“)

2. Geschwister-Scholl-Straße („Straße überflutet / Wasser läuft in Haus“)

3. Werkstraße („Wasser im Keller / Graben läuft über“)

4. Ernst-Boden-Straße („Keller unter Wasser“)

5. Am Spreeken („Wasser in Unterführung“)

6. Am Winklerfelde („Straße unter Wasser“)

7. Max-Planck-Straße („Kanaldeckel aufgeschwemmt“)

8. Ristedter Hauptstraße („Wasser und Schlamm auf Straße“)

9. Bassumer Landstraße („Kanaldeckel auf Straße“)

10. Am Riederdamm („Wasser im Keller“)

11. Radebergstraße („Keller unter Wasser“)

Von Frank Jaursch Und Michael Walter

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