Taurus-Ersatzlok fährt Zug weg

Unwetter: Flixtrain strandet in Syke und wird am Tag danach abgeschleppt

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Rechts der gestrandete Flixtrain. Die Ersatzlok kommt gegen 16 Uhr. Wegen Rangierarbeiten waren die Gleise vier (links) und drei (rechts) für einige Zeit für andere Züge gesperrt.

Kirchweyhe/Syke - Von Sigi Schritt. Es fehlen nur ein paar Stunden, dann hätte der privat betriebene Flixtrain-Fernzug einen Tag lang auf Gleis drei im Syker Bahnhof gestanden. Solange blockierte er das Gleis, das üblicherweise IC- und ICE-Züge der Deutschen Bahn Richtung Bremen nutzen. Kurz vor 17 Uhr wurde der Flixtrain Freitag abgeschleppt und nach Hamburg gezogen.

Infolge des Gewitters am Donnerstagabend, das zahlreiche Sturmböen mit sich brachte, musste der Zug in der Hachestadt eine Zwangspause einlegen. Die Passagiere strandeten in Syke.

Der Flixtrain war in Hamburg gestartet und Richtung Köln unterwegs. Im Streckenabschnitt zwischen Kirchweyhe und Syke passierte das Malheur. Was üblicherweise nicht vorkommt, aber in dieser wetterbedingten Ausnahmesituation schon möglich ist: Im Begegnungsverkehr eines anderen Zuges wirbelten dicke Äste und kleinere Steine auf. Sie richteten nach Informationen des Bahnpersonals Schäden an – sowohl an der Taurus-Lok als auch an Scheiben der zehn Wagen. Die Lok hatte Liegewagen und umlackierte ehemalige Interregio-Waggons gezogen.

„Als Vorsichtsmaßnahme zur Gewährleistung der Sicherheit aller Fahrgäste und Mitarbeiter im Zug wurde die Weiterfahrt des Zuges gestoppt. Verletzt wurde niemand“, so Unternehmenssprecher David Krebs auf Anfrage dieser Zeitung. Der Sprecher sprach von „leichten Sprüngen in zwei Scheiben“.

Flixtrain strandet wegen Unwetter im Syker Bahnhof

 © Sigi Schritt
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Die Gäste hätten den unerwarteten Stopp gut aufgenommen. Draußen tobte das Unwetter, drinnen gab es gratis Kaltgetränke und Bier, berichteten Mitfahrer. Die Fahrgäste wurden dann laut Krebs nach Bremen zum Hauptbahnhof gebracht. Dort hätten sie sich zwischen einer Weiterfahrt mit „Flixbus“ oder der Deutschen Bahn entscheiden können. Sie hätten entweder zurück nach Hamburg oder weiter zu ihren Zielorten fahren können.

Die Folge des unerwarteten Zwischenstopps: „Bedauerlicherweise mussten die Fahrten am Morgen ausfallen. Alle weiteren Fahrten sollen planmäßig durchgeführt werden“, so der Pressesprecher.

Gegen 16 Uhr brachte Freitag das ebenfalls private Unternehmen „The European Rail Comany – TX Logistik“ eine Ersatzlok aus Bremerhaven in die Hachestadt: Es handelte sich um eine weitere moderne Mehrzwecklok Taurus.

Der TX-Logistik-Lokführer hielt im Syker Bahnhof auf Gleis vier. Wegen der Rangierarbeiten mussten sich die Fahrgäste, die in der Hachestadt auf den Regionalexpress und die Nordwestbahn warteten, zwischen 16 und 17 Uhr etwas in Geduld üben, weil beide Gleise belegt waren.

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