Kleine und große Besucher amüsieren sich beim Familiennachmittag des Kreismuseums

Unterwegs mit dem singenden Busfahrer

Christian Kruse unterhielt die Kinder im Sommergarten, unter anderem als singender Busfahrer. - Foto: Heinfried Husmann

Syke - Von Dagmar Voss. Kletternde Kinder auf hölzernen Bohlen im Aktivgarten, konzentrierte Kids beim Malen und Drucken, kichernde Kurze beim Figurentheater im Sommergarten – so sah der Sonntagnachmittag im Kreismuseum aus. Ein paar Stunden für Familien standen wieder einmal auf dem Programm des Museums.

Kleine und große Leute waren gekommen und verbrachten einen entspannten Nachmittag auf dem weiträumigen und abwechslungsreichen Gelände. Angereichert von Kaffee oder kühlen Getränken sowie selbstgebackenen Apfel- oder Butterkuchen aus dem Steinbackofen.

Früh am Nachmittag führte Kulturwissenschaftlerin Elsbeth Kautz durch die Ausstellung „Mädchen! - Sachen, Bilder, Erinnerungen, Mädchenjahre 1945-1975 in der Region zwischen Weser und Hunte“. Danach konnten sich die Besucher beim Figurentheater Neumond amüsieren.

Christian Kruse aus Hannover spielte im Sommergarten seine Geschichte „Großer Wolf und kleiner Wolf“, nach dem französischen Kinderbuch von Nadine Brun-Cosme „Vom Glück, zu zweit zu sein“. Mit witzigen Kulissen und Untermalungen durch seine Gitarre amüsierte Kruse seine kleinen – und manchmal sogar die großen – Gäste. Als singender Busfahrer nahm er die Zuschauer mit auf eine Reise zu seinem Zuhause weit weg auf dem Lande. Und da taucht er auf, der skurrile Vegetarier-Wolf, der allein lebt unter seinem Baum oben auf dem Hügel.

Dann kommt eines Tages der kleine Wolf von weither. Von so weither, dass der große Wolf zuerst nur einen Punkt sieht – und dann entwickelt sich die Geschichte von Freundschaft und Beziehung, wie sie wachsen und sich verändern können.

Für die drei völlig konzentrierten Kinder bei Rolf Schützek im Gartenpavillon war die Geschichte „zu langweilig, nicht interessant, nicht spannend genug“. Sie hatten den Beginn mit angesehen, es dann aber vorgezogen, doch eher zum Malen oder Drucken zu gehen.

So widmeten sich die beiden zehnjährigen Mädchen Leonie und Zoé sowie der sechsjährige Maiko lieber dem Aquarellieren, bei dem der hiesige Künstler pädagogisch assistierte. Für alle galt jedoch, dass es sich wieder einmal gelohnt hatte, das Museum zu besuchen.

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