Hauptstraße verändert sich

Unten hui – oben mal sehen

Voll Vorfreude blicken Bürgermeisterin Suse Laue, Erster Stadtrat Thomas Kuchem (r.) und Hendrik Weymann (2.v.l.) auf die Entwicklung an der Ecke Hauptstraße/Mühlendamm.
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Voll Vorfreude blicken Bürgermeisterin Suse Laue, Erster Stadtrat Thomas Kuchem (r.) und Hendrik Weymann (2.v.l.) auf die Entwicklung an der Ecke Hauptstraße/Mühlendamm.

Syke – Ein erwartungsvoller Unternehmer, eine hoffnungsvolle Geschäftsfrau und eine freudige Rathaus-Chefetage. Pressetermine in der schlagzeilenträchtigen Hauptstraße dürfen auch sonnig sein. Montag in doppelter Hinsicht. Der Sommer meldete sich zurück, Hendrik Weymann, Chef über zig Bäckerei-Filialen, stellte den Umzug von der Hauptstraße 4 in die Hauptstraße 2, das ehemalige NKD-Bekleidungsgeschäft, vor, und Vanessa Pencereci eröffnet am Donnerstag im ehemaligen Teeladen (auch Hauptstraße 2) ein Geschäft mit attraktiven Wohnideen.

Für Weymann ein Umzug Ende Oktober zu mehr Größe und Vielfalt. Der Unternehmer bietet dann 90 Plätze im Innenbereich und 30 im Außenbereich an und damit etwa 30 Prozent mehr als bislang. „Seit 20 Jahren sind wir in Syke in der Hauptstraße und haben die Chance zur Erweiterung ergriffen und langfristig gemietet“, erklärte Hendrik Weymann Montag im Beisein von Bürgermeisterin Suse Laue und dem Ersten Stadtrat Thomas Kuchem und sprach von einem Filetstück Sykes im Sichtbereich des ehemaligen Kreishauses.

Den Umbau plant Weymann seit Januar. Wegen Corona habe sich aber alles verzögert, zumal manche Möbel aus Frankreich und Italien kämen. Der Unternehmer freut sich besonders über das größere Platzangebot. Im jetzigen Café sei es mittags schon eng gewesen. Künftig habe er auf gut 320 Quadratmetern doch andere Möglichkeiten. Deshalb könnte er sich unter anderem ein Sonntags-Büfett und ein erweitertes Mittagstischprogramm vorstellen. Bestehen bleibt das traditionelle Café-Angebot mit Kuchen, Torten, Brötchen und Brotsorten.

Hendrik Weymann beplant auch den Außenbereich mit 30 Sitzplätzen, die von einem großen Sonnensegel überdacht werden. Den Untergrund will er neu fliesen lassen. Unerfüllt bleibt dagegen der Wunsch mancher Syker auf einen Cafébereich oberhalb der Hache neben der Brücke zum Hachedamm. „Zu aufwendig“, sagt Weymann. Man hätte den ganzen Betrieb darauf abstimmen müssen, vom Mobiliar bis hin zum Personal. Auch die Kosten für die Restaurierung des hölzernen Aufbaus hätte der Bäckermeister komplett allein tragen müssen.

Vanessa Pencereci erfüllt sich Lebenstraum an der Hauptstraße in Syke

Zwischen dem alten und neuen Weymann-Standort verwirklicht Vanessa Pencereci ihren Lebenstraum: ein eigenes Geschäft. Die Juristin trägt sich schon lange mit diesem Gedanken. Am Donnerstag wird er Realität. Dann lädt sie in ihre Welt der Mode- und Wohnartikel ein. „Etwas zum Wohlfühlen, und für Mode habe ich mich immer interessiert“, sagt sie.

Für Pencereci ist ihr Laden ein Hort der Lebensfreude und hoffnungsvoller Erwartung, debütiert sie doch als Geschäftsfrau auf eigenen Füßen. „Toll, dass sie als Existenzgründerin in der Syker Hauptstraße startet“, machte Thomas Kuchem der Geschäftsfrau Mut und verhehlte nicht, dass es besonders in Corona-Zeiten schwierig sei, Leerstände zu beseitigen. Umso mehr freue ihn die Courage der Geschäftsfrau.

Auch die Bürgermeisterin teilte die Freude ihres Ersten Stadtrats über die Aktivitäten in der City. „Wir haben die Hauptstraße immer im Blick“, erklärte die Bürgermeisterin, lobte die Aktivitäten der beiden Geschäftsleute und hob besonders deren regionalen Bezug hervor. Syke wachse hier weiter, so Laue.

Das passiert bei Wessels Hotel, dem Brüning-Grundstück und Vollmer‘s Gasthaus

Ein Treffen mit der Bürgermeisterin in der Hauptstraße wäre unvollständig ohne Fragen zu drei vakanten Objekten: Wessels Hotel, Brüning und Vollmer. Nach Aussage von Suse Laue hat die Specht-Schulte-Gruppe für das Seniorenzentrum auf dem ehemaligen Brüning-Gelände einen Bauantrag gestellt. Jetzt warteten die Investoren auf Baufirmen.

Bei Vollmer gebe es für den Eigentümer, einem Geschäftsmann aus Bremen, eine Baugenehmigung. Geplant seien im hinteren Bereich Wohnungen und vorn auf etwa 300 Quadratmeter Gewerbe.

Im Fall von Wessels Hotel (Neueigentümer ist das SOS-Kinderdorf) warteten alle Interessenten auf ein Werte-Gutachten. Auch die Stadt, die dann über die Kaufoption entscheiden wolle. Das Interesse, so Laue, habe der Stadtrat ja schon signalisiert. Dabei erinnerte sie an die Pläne einer Bibliothek. Für die Bürgermeisterin wäre das eine Stärkung der mittleren und oberen Hauptstraße.

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