Lebensmitteltüten für Bedürftige

Dritte Ausgabe des „Syker Gabenzauns: Unkomplizierte Solidarität

Zu Ostern 2020 organisierten FeG und Stadt gemeinsam die erste „Gabenzaun“-Ausgabe. Mit erstaunlichem Erfolg: Rund 900 Gabentüten spendeten die Syker Bürger. Nun soll es eine weitere, mittlerweile dritte Auflage der Aktion geben.
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Zu Ostern 2020 organisierten FeG und Stadt gemeinsam die erste „Gabenzaun“-Ausgabe. Mit erstaunlichem Erfolg. Nun soll es eine weitere, mittlerweile dritte Auflage der Aktion geben.

Syke – Die andauernde Corona-Krise trifft, die, die ohnehin wenig haben, besonders hart. Deshalb sind die Syker am Samstag erneut dazu aufgerufen, Lebensmittel zu spenden. Nach zwei Aktionen im vergangenen Jahr, die laut Bürgermeisterin Suse Laue „fantastisch geklappt“ hätten, geht der „Gabenzaun Syke“ in die dritte Runde. Erneut rufen Stadt und die Freie evangelische Gemeinde (FeG) zur Spende von Lebensmitteltüten auf.

Die Organisatoren bitten dafür um einen Mix aus unempfindlichen und unkomplizierten Lebensmitteln im Wert von rund zehn Euro. Mehl, Reis, Nudeln, Kartoffeln und anderes haltbares Gemüse, beispielsweise Möhren oder Paprika, bieten sich dafür an. Ebenso haltbares Obst wie Äpfel oder Orangen, dazu Fleisch- oder Gemüse-Konserven, H-Milch sowie Wurst- und Käsesorten, die auch ohne Kühlung auskommen. Gerne gesehen sind auch – entsprechend gekennzeichnete („VEG“) – vegetarisch befüllte Tüten.

Rund 900 solcher Hilfstüten waren 2020 zusammengekommen. Der „Gabenzaun Syke“ war entstanden, als vor Ostern beim ersten Lockdown auch die Tafeln schließen mussten. Der Impuls, betont FeG-Pastor Michael Martens, kam seinerzeit von Gemeindemitgliedern, die wissen wollten, wie man anderen Leuten helfen könne. Die Resonanz der Oster-Aktion sei für ihn „durchaus bewegend“ gewesen, sagt Martens.

Rund 900 Gabentüten spendeten die Syker Bürger zu Ostern.

Der Erfolg der vergangenen Aktionen habe, so Laue, „eine große Solidarität“ der Syker untereinander gezeigt. Nun, im zweiten Lockdown, reiße die Corona-Krise weiter Löcher. Gerade im Monat Januar, wenn Versicherungen ihre Beiträge abbuchen und andere Rechnungen fällig werden. Dabei sei der „Spendenzaun“ ausdrücklich als Bindeglied gedacht, nicht als Ersatz für die (erneut geschlossenen) Tafeln oder für Sozialleistungen. Der Stadtratsvorsitzende Karsten Bödeker sieht in der Aktion „ein Beispiel für kommunale Selbstverwaltung von Bürgern für Bürger“.

Und das soll möglichst niedrigschwellig ausfallen. Von Betroffenen, die an einer Spende interessiert sind, wird deshalb auch kein Beweis ihrer Bedürftigkeit gefordert. Nur bei dem Wunsch nach mehr als einer Tüte wird um einen Nachweis der Familiengröße gebeten.

Spendenwillige können ihre Lebenmitteltüten am Samstag zwischen 11 und 13 Uhr bei der Freien Evangelischen Geimeinde (Schloßweide 39) abgeben. Die Ausgabe an Bedürftige wird an selber Stelle zwischen 14.30 und 16  Uhr stattfinden. Beides ist als kontaklose Übergabe möglich. Der Mund-Nasen-Schutz ist trotzdem auch dabei obligatorisch. Bei Regenwetter sollte an eine Tasche gedacht werden, um Papiertüten zu schützen.

Von Dierck Wittenberg

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