Shopping in grünen Gummianzügen

Ungewöhnliche Übung der Ortsfeuerwehr Barrien im Netto-Markt

Wenn Barrier Feuerwehrleute einkaufen gehen... überlassen sie nichts dem Zufall. Mit Corona-Schutzmaßnahmen hatte das Outfit der Gruppe allerdings nichts zu tun.
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Wenn Barrier Feuerwehrleute einkaufen gehen... überlassen sie nichts dem Zufall. Mit Corona-Schutzmaßnahmen hatte das Outfit der Gruppe allerdings nichts zu tun.

Um die eigenen Fähigkeiten in Schuss zu halten, geht die Ortsfeuerwehr Barrien auch mal ungewöhnliche Wege. Einer führte eine Gruppe in speziellem Outfit jetzt direkt in einen Discounter.

Barrien – Vom Nadelstreifen bis zur Jogginghose: Die Bandbreite der Outfit-Wahl beim Einkauf ist nahezu grenzenlos. Was die Mitarbeiter und Kunden des Barrier Netto-Marktes am Samstagmorgen sahen, dürfte aber neue Maßstäbe gesetzt haben. In großen grünen Gummianzügen betrat eine Gruppe den Discounter – Einkaufswagen und Artikelliste inklusive.

Der bizarr erscheinende Auftritt hat einen sinnvollen Hintergrund, wie Torben Schmidt, Pressesprecher der Syker Feuerwehr, betont. Es habe sich weder um einen Einsatz der Feuerwehr noch um eine coronabedingte Maßnahme gehandelt, sondern um eine Übung einiger Kameraden der Ortsfeuerwehr Barrien. „Als Teil der Messgruppe Nord und als Messeinheit für die Stadt Syke werden diese Einsatzkräfte unter anderem zu Gefahrguteinsätzen alarmiert“, so Schmidt.

Diese reichten von Unfällen mit gefährlichen Stoffen bis hin zu Unfällen, bei denen nicht klar ist, um was für eine Substanz es sich handelt. Als Beispiele nennt der Pressesprecher den Gefahrgut-Einsatz mit auslaufender Phosphorsäure in Twistringen im vergangenen Jahr oder den Säureunfall auf dem Raiffeisen-Gelände in Heiligenfelde im September.

Schweißtreibende Angelegenheit

Um sich bestmöglich vor Kontaminationen zu schützen, gibt es sogenannte Chemikalienschutzanzüge (CSA): wasser- und gasdichte Anzüge, die zudem beständig gegen Chemikalien sind, falls man mit ihnen in Berührung kommen sollte. Die Einsatzkräfte tragen unter diesen grünen Anzügen noch ihre komplette Atemschutzausrüstung – eine schweißtreibende Angelegenheit. „20 Minuten, dann ist Feierabend“, so Torben Schmidt.

Mit den sperrigen CSA müssen Anziehen, Arbeiten und Entkleiden unter erschwerten Bedingungen immer wieder geübt werden. Schmidt betont: „Das ist vor relativ schwierig mit den dicken Handschuhen und der eingeschränkten Sicht.“ Besonders herausfordernd seien bestimmte Bewegungen und die Koordination sowie Aufgaben, die einer gewissen Fingerfertigkeit bedürften.

Alles für eine große Portion Spaghetti Bolognese

Herausforderungen, die ein Einkauf in einem Verbrauchermarkt gut simulieren kann. Von der Leitung des Netto-Marktes gab es „Grünes Licht“ für die Übungseinheit. Und so machte sich ein halbes Dutzend Feuerwehr-Mitglieder im „großen Grünen“ daran, die Einkaufsliste abzuarbeiten. Ihre Beute am Ende: Zutaten für eine große Portion Spaghetti Bolognese.

Von Frank Jaursch

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