Grundschule Barrien erhält zusätzliche Budgetstunden für Notbetreuung

Und sie dreht sich doch

Die Grundschule an der Wassermühle muss ihre Schüler nun doch nicht wochenweise nach Hause schicken.
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Die Grundschule an der Wassermühle muss ihre Schüler nun doch nicht wochenweise nach Hause schicken.

Barrien – Ein ganzer Jahrgang bleibt eine Woche daheim, weil die Lehrer Notbetreuung machen müssen statt Unterricht: Vor dieser Situation stand die Grundschule an der Wassermühle in Barrien (wir berichteten). Doch im buchstäblich letzten Moment kriegte die Landesschulbehörde noch die Kurve.

Das war die Situation: Grundschulen müssen eine Notbetreuung bieten, sagt das Land. Das Stundenkontingent für die pädagogischen Mitarbeiter, die diese Notbetreuung leisten, war in Barrien aber restlos ausgeschöpft. Und somit hätten ab dieser Woche die Lehrer einspringen müssen.

Die Folge wäre gewesen: Die Schule hätte nicht mehr alle Klassen unterrichten können und ihre Schüler jahrgangsweise abwechselnd für eine Woche heimschicken müssen. Der zweite Jahrgang hätte den Anfang gemacht.

Im letzten Moment lenkte die Schulbehörde ein und genehmigte kurzfristig weitere Budgetstunden für die pädagogischen Mitarbeiter. Schulleiter Björn Scheer informierte die Eltern umgehend.

Das Problem ist damit allerdings nur teilweise aus der Welt: Statt die ganze Woche bleiben die Zweitklässler jetzt nur Montag und Dienstag daheim. Ab Mittwoch gilt wieder Wechselunterricht in Halbgruppen. Und das würde grundsätzlich so auch in den folgenden Wochen für alle anderen Jahrgänge gelten. Scheers Hoffnung ist deshalb, dass diese Woche vom Landkreis grünes Licht signalisiert wird für eine Rückkehr zum Präsenzunterricht für alle ab dem nächsten Montag. Denn wenn alle Kinder ganz normal an der Schule sind, wäre keine Notbetreuung mehr erforderlich.

„Die Eltern sind informiert. Ich freue mich unterm Strich, dass wir das so begrenzen konnten“, sagt Björn Scheer. Wie und warum das alles so gekommen ist, möchte er nicht kommentieren.

Nach Informationen der Kreiszeitung soll der Landesschulbehörde schon seit längerer Zeit ein Antrag der Grundschule auf eine Erhöhung der Budgetstunden vorgelegen haben. Der sei aber nie entschieden worden. Bis sich Freitag einige energische Eltern an die Behörde selbst, an das Kultusministerium und an die Stadt Syke als Schulträger gewendet haben. Die Stadt habe dann ihrerseits wieder bei Schulbehörde und Ministerium auf eine Lösung des Problems gedrängt.

Für Björn Knips, Vater eines Kinds aus dem zweiten Jahrgang, ist das zwar erfreulich, geht aber nicht weit genug. „Das Grundproblem muss gelöst werden. Die Stundenkontingente für die pädagogischen Mitarbeiter sind insgesamt viel zu knapp bemessen und müssen erhöht werden. Sonst haben wir dasselbe Problem beim nächsten Mal doch gleich wieder.“

Von Michael Walter

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