Stadtbibliothek weist überdurchschnittliche Ausleihzahlen auf

Umsatz auf Rekordniveau

Die Stadtbibliothek ist von Anfang an als Familienbibliothek geplant gewesen. Und genau so wird sie auch genutzt. - Archivbild: Heinfried Husmann

Syke - Der Dienstag als Schließtag hat sich bewährt. Dieses Fazit zieht die Leiterin der Syker Stadtbibliothek Jutta Behrens ein knappes halbes Jahr nach der Umstellung der Öffnungszeiten. Seit dem 1. Oktober ist die Bibliothek dienstags für die öffentliche Ausleihe geschlossen.

Der Sinn war, Nutzerkonflikte zu vermeiden. Konkret: Zwischen den Teilnehmern von Workshops, Kursen und anderen Veranstaltungen auf der einen Seite und den „normalen“ Nutzern auf der anderen. „Das war ein spezielles Syker Problem, weil wir keine separaten Arbeitsräume für Gruppen oder Schulklassen haben“, erklärt Behrens. „Solche Veranstaltungen machen nun mal Lärm, und dadurch fühlen sich andere gestört.“

Genau 2764 aktive Nutzer hat die Bibliothek aktuell. 585 davon sind im vergangenen Jahr neu hinzugekommen, davon 270 Kinder. Sie alle zusammen haben voriges Jahr den Bestand von derzeit rund 29 000 Medien 5,29 Mal umgesetzt. „Das ist sehr, sehr viel“, sagt Jutta Behrens. „Im Landesdurchschnitt liegt der Umsatz bei 2,5 Mal.“

Statistisch gesehen, hat jeder Nutzer damit pro Woche ein Buch, eine CD, DVD oder Zeitschrift ausgeliehen, und rein rechnerisch leiht sich somit jeder Syker im Jahr sechs Medien aus.

Die aktivsten Nutzer sind übrigens Kinder zwischen acht und elf Jahren, gefolgt von der Gruppe der 42- bis 47-Jährigen. „Die Bibliothek war von Anfang an als Familienbibliothek geplant, und so wird sie auch genutzt“, folgert Jutta Behrens daraus.

Dass der Medienbestand leicht rückläufig ist (2002 war mit knapp 34 000 Medien das Rekordjahr), findet sie nicht weiter dramatisch. „Wir hatten früher auch viele Ladenhüter im Bestand. Heute fliegt alles, was drei Jahre lang nicht ausgeliehen worden ist, raus. Zusammen mit dem, was als Verschleiß aussortiert wird, reduziert sich der Bestand jedes Jahr um acht bis zehn Prozent. Diese Menge 1:1 wieder zu ersetzen, gibt der Etat nicht her. Wir haben aber trotzdem ein gutes und modernes Sortiment. Alle Top-Titel sind auch immer mehrfach vorhanden.“

Die in Syke am häufigsten ausgeliehenen Bücher waren 2015 bei den Romanen die beiden Titel „Eine Handvoll Worte“ und „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes, gefolgt von Jussi Adler-Olsens „Verheißung“. Bei den Sachbüchern war das „Darm mit Charme“ von Giulia Enders vor dem Star Wars-Lexikon „Die Dunkle Bedrohung“ von David West Reynolds und Hape Kerkelings Autobiographie „Der Junge muss an die frische Luft.“

Und was heißt das alles für die Zukunft? „Wir müssen nichts verändern“, sagt die Leiterin mit Blick auf die grundsätzliche Marschrichtung. Höchstens die PC-Ecke: Die nutzt laut Behrens kaum noch jemand, um im Internet zu surfen.

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