Aktion im Landkreis Diepholz

Polizei zieht positives Fazit der Geschwindigkeitsmesswoche

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Etwa 16.000 Mal schwenkten die Beamten die Kelle zur Kontrolle im Landkreis Diepholz.

Landkreis Diepholz - Sieben Tage, 16 Streckenabschnitte, 150 Polizeibeamte, 510 Einsatzstunden: Das sind einige Eckpunkte der Geschwindigkeitsmesswoche von Ende Mai im gesamten Landkreis Diepholz. Nach Auswertung der Messergebnisse zieht die Polizei nun eine positive Bilanz.

Der Schwerpunkt der Aktion lag in diesem Jahr auf Motorradfahrern. Nicht ohne Grund: Im Jahr 2017 gab es 138 polizeilich registrierte Verkehrsunfälle mit Kradfahrern. Dabei starben vier Menschen, 38 verletzten sich schwer, 37 leicht. Auch in diesem Jahr verzeichnete die Polizei bis Ende Mai bereits 28 Motorradunfälle.

Rund 16.000 Fahrzeuge kontrollierten die Beamten, darunter 579 Motorräder. „Dabei wurden 304 Verwarngelder, in 13 Fällen bei Kradfahrern, wegen geringfügiger Geschwindigkeitsüberschreitungen erhoben und 220 Bußgeldverfahren (sieben Kradfahrer) wegen erheblicher Geschwindigkeitsüberschreitungen, Abstandsverstößen, Überholverstößen und Handyverstößen eingeleitet. In 13 Fällen (darunter ein Kradfahrer) droht ein Fahrverbot“, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei.

Das heißt umgekehrt, dass nur bei 3,3 Prozent der Verkehrsteilnehmer eine Beanstandung festzustellen war. Ein guter Wert, findet die Polizei, die sich daher „sehr zufrieden“ zeigte. 

Raser mit bis zu 90 km/h Überschreitung gerieten in die Kontrolle

Doch es gab auch extreme Tempoüberschreitungen: In Henstedt wurde auf der K 125 ein Motorradfahrer mit Tempo 153 gemessen – bei erlaubten 70 km/h. Ein Autofahrer wurde durch einen mit Tempomess-System ausgestatteten Polizeiwagen auf einer Strecke von 1000 Metern mit einem Durchschnittstempo von 171 km/h (Spitze bei 190 km/h) gemessen. Erlaubt waren nur 100 km/h.

Bei der Aktion unterstützten Kollegen aus den Bereichen Oldenburg, Langwedel und Osnabrück die Polizeibeamten des Landkreises. Außerdem verstärkten vier Beamte des Landkreises Diepholz die Kontrollen.

Anlieger gaben den eingesetzten Polizeibeamten nach Aussage der Polizei-Pressestelle ein überwiegend positives Feedback für ihre Arbeit. Sie begrüßten die Messungen.

Die Polizei variierte die Standorte der Messgeräte

Dass Anwohner Unmut über angeblich ungeeignete Messstellen zu ungeeigneten Messzeiten äußerten, erklärt sich Polizeihauptkommissar Wolfgang Rehling, Sachbearbeiter Verkehr der Polizeiinspektion Diepholz, mit der Unwissenheit darüber, dass Kontrollen zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten durchgeführt wurden.

„So fand beispielsweise mit der Durchführung des Pressetermins die vierte Messung innerhalb von fünf Tagen an der K 125 statt“, so Pressesprecherin Sandra Franke. Alle Messungen seien an unterschiedlichen Orten erfolgt - fj

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