Mit Tusche, Feder und viel Gefühl

Bilderreise: Isa Fischer hält die Atmosphäre ganz besonderer Gebäude fest

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Isa Fischer vor der Freudenburg in Bassum. Ihr Anspruch ist es, die Atmosphäre eines Gebäudes sichtbar zu machen. 

Landkreis - Von Anke Seidel. Die Sonne taucht die historische Freudenburg in Bassum in besonders intensive, fast glanzvolle Farben. Isa Fischer rückt ihren zierlichen Klappstuhl zurecht. Mit Tusche, Feder und viel Gefühl macht sie sich ans Werk. Ganz besondere Orte haben es der 52-Jährigen angetan. Ihre Atmosphäre und Ausstrahlung einzufangen, hat sie sich zur Aufgabe gemacht. Ausdrucksstarke Bilder spiegeln den unverwechselbaren Charakter der Gebäude. Jetzt begibt sich die Zeichnerin aus Bremen auf eine Bilderreise durch die Region.

Die Freudenburg ist die erste Station dieser Reise, auf der sie unverwechselbare Bilder prägender Gebäude vor Ort anfertigen will – für ein Buch, das die Perlen der Region präsentieren soll. Das Vorwerk in Syke, der unverwechselbare Torbogen bei der Kreisverwaltung, das Kreismuseum – diese Motive stehen als Ideen genauso auf der Liste wie das Forsthaus Heiligenberg, die Brautstraße in Bruchhausen-Vilsen oder die Wassermühlen in Sudweyhe, Barrien und Neubruchhausen. Natürlich auch das Mühlenensemble in Heiligenrode.

Nein. An der Kreisgrenze macht die 52-Jährige nicht halt – und stellt ihren zierlichen Klappstuhl genauso am Erbhof in Thedinghausen auf. Den Dom zu Verden kann sie sich genauso gut als Motiv vorstellen wie die Stiftskirche zu Bücken, das Hoyaer Schloss und das Rittergut von Behr in Hoya. Hermann Schröder aus Schwarme berät die Bremerin bei der Auswahl ihrer Ziele und hat ihr angeboten, erläuternde Texte zu schreiben. „Mit Hilfe von Künstlern und kreativ-künstlerischen Mitteln wird ein Ort oder eine Region neu erleb- und wahrnehmbar“, begründet er sein Engagement.

Noch ist nicht klar, welcher Titel das Buch prägen soll. Sicherlich wird Isa Fischer das Passende einfallen. Schließlich hat die freiberufliche Gestalterin – mit Grafik-Design-Studium als Basis – Erfahrung bei der Herausgabe von Büchern. Fünf Bände hat sie bereits veröffentlicht. „100 Bremer Häuser“ war das erste Buch, in dem sie die Hansestadt aus einem neuen Blickwinkel präsentierte. Es folgten „Tierisch Bremen“, „Schiffe, Schuppen, Speicher“, „Total lokal“ und „Stadt, Land Fluss“.

Mittlerweile hat die 52-Jährige ihren eigenen Verlag gegründet. Wann ihr Buch über die Perlen der Region erscheint, ist noch völlig offen.

Zurzeit ist sie vor Ort mit ihrem Klappstuhl unterwegs – und lädt Menschen ein, mit ihr ins Gespräch zu kommen: „Wer mich beim Zeichnen sieht, darf mich gerne ansprechen“, so die 52-Jährige. Ideen für weitere Perlen, denen sie mit Tusche und Feder nachspüren darf, nimmt sie gerne auf – auch per Internet.

Und wann soll ihr Buch erscheinen? „Ein Jahr muss man wohl rechnen“, antwortet die Zeichnerin. Von der Auflage hat sie bereits konkrete Vorstellungen: „Angedacht sind 5 000 Exemplare.“

www.hausgezeichnet.info

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