Türkisch-islamische Gemeinde lädt zu Sommerfest und Fahrradtour ein

Kennenlern-Angebot im Doppelpack

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Freuen sich gemeinsam auf viele Radtour-Teilnehmer und Gäste rund um das Gemeindehaus der Ditib-Gemeinde (v.l.): Johannes Huljus, Henner Schneider, Tuncay Yilmaz, Ercan Güllü und Cafer Baysiz.

Von Frank Jaursch. Traditionelle türkische Gerichte, orientalische Klänge und viel Spaß für Kinder: Es gibt gute Gründe, dem Gemeindehaus der türkisch-islamischen Ditib-Gemeinde am kommenden Wochenende einen Besuch abzustatten. Am Samstag und Sonntag lädt die Gemeinde ab 12 Uhr alle Bürger zum Kermes-Fest – zu einem gemeinsamen Sommerfest – ein.

Ercan Güllü lebt gern in Syke. „Es ist schon schön hier“, findet der türkische Student. Vorbehalte wegen seiner Nationalität, seiner Kultur, seines Glaubens? „Gibt‘s schon ein wenig“, räumt er ein, „aber das ist ja auch normal, weil wir ja noch neu hier sind.“

Vor drei Jahren hat die türkisch-islamische Gemeinde (Ditib) ihr Gemeindehaus an der Bahnhofstraße 29 bezogen. Mit großem Eifer nahmen sie die notwendigen Umbauten für ihre Moschee vor, im Kellerbereich entstand ein Jugendraum.

Die Tür zum Gemeindehaus, so betont der Gemeindevorstand, steht allen Interessierten jederzeit offen. Doch vielen fällt es wohl leichter, einer Einladung zu folgen. Im vergangenen Jahr feierte das Sommerfest eine gelungene Premiere. In diesem Jahr erstreckt sich die Kermes sogar über zwei Tage.

Seit Monaten bereiten die Ditib-Mitglieder das Fest vor, am Sonnabend und Sonntag (jeweils zwischen 12 und 20 Uhr) ist es nun so weit. „Die meiste Arbeit machen unsere Frauen“, sagt Güllü. Sie bereiten die vielen kleinen Spezialitäten vor, die Besucher essen können – Fleischgerichte, anatolische Spezialitäten oder leckere Teiggerichte. Essen sei „ein wichtiges Element“ für den Tag. Für Kinder sind Spiele und eine Hüpfburg sowie eine Station zum Schminken vorbereitet.

Das Angebot zum Kennenlernen gilt nicht nur an diesem Wochenende: Schon eine Woche später startet die zweite Veranstaltung, auf der Christen und Muslime, Deutsche und Türken (und natürlich Angehörige aller anderen Religionen und Nationen) ins Gespräch kommen können. Eine interkulturelle Fahrradtour startet am Sonnabend, 13.Juni, um 11 Uhr beim Rathausplatz.

Gemeinsam mit der Ditib-Gemeinde hat der ADFC Syke die Tour organisiert. „Sport verbindet“, erklärt Ercan Güllü. Henner Schneider vom ADFC verspricht „eine ganz gemütliche Tour“ von etwa 18 Kilometern Länge, die über Wachendorf nach Heiligenfelde zur dortigen Kirche führen und schließlich bei dem Ditib-Gemeindehaus an der Bahnhofstraße enden soll.

Johannes Huljus vom Verein Rund ums Syker Rathaus, dem die Begegnung der Kulturen besonders am Herz liegt, lobte die islamische Gemeinde für ihr Engagement. „Beide Veranstaltungen sind auf Initiative der Gemeinde zustande gekommen.“ Damit macht die islamische Gemeinde einen bewussten Schritt in Richtung Syker Bürger. „Was auf der Welt passiert, geht uns auch an“, sagt Güllü. „Deswegen ist es gut, so etwas zu veranstalten.“

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