Frau nach Unfall am Hohen Berg schwer verletzt

Tritt ins Leere mit bösen Folgen

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Der Aussichtsturm am Hohen Berg ist eine häufig frequentierte touristische Anlaufstation. Dieses Foto aus der Bauphase zeigt deutlich die metallene Unterkontruktion der Treppen.

Syke - Von Michael Walter. Es ist ein schöner Nachmittag in Syke: Die Sonne scheint, die Sicht ist klar. Eine Frau aus Weyhe schickt sich an, den Aussichtsturm am Hohen Berg hinaufzusteigen, um den Fernblick zu genießen. Dabei übersieht sie, dass auf der untersten Treppe eine Stufe fehlt. Und das hat böse Folgen.

Die Frau tritt ins Leere und schlägt mit dem Unterleib hart auf der Metallkonstruktion auf, an der eigentlich die Treppenstufe befestigt sein sollte. Unter großen Schmerzen schleppt sie sich zu ihrem Auto und fährt zum Arzt. Diagnose: Sie hat sich derart schwere äußere und innere Verletzungen zugezogen, dass eine Notoperation im Krankenhaus unausweichlich wird.

„Es ist fraglich, ob ich da unten jemals wieder so aussehen werde wie vorher“, sagt die Frau. Und sie wirft die Frage auf: Wie konnte es dazu kommen?

Der Aussichtsturm am Hohen Berg ist eines der am stärksten frequentierten Ausflugsziele im Stadtgebiet. Wie kann da einfach so eine Stufe fehlen?

Die Stadtverwaltung kann darüber nur spekulieren. An der Geschichte selbst hegt man im Rathaus nicht den geringsten Zweifel. Grund: Am gleichen Tag hat es einen weiteren Unfall gegeben, bei dem ebenfalls eine Frau die fehlende Stufe übersehen hatte. Jedoch mit nicht annähernd so schweren Folgen.

Stadt inspiziert Turm regelmäßig

„Wir haben sofort den Bauhof alarmiert und einen Mitarbeiter zur Kontrolle geschickt“, sagt Erster Stadtrat Thomas Kuchem. „Als der am Turm eintraf, lag die fehlende Stufe wieder an ihrem Platz, und die Befestigungsschrauben waren handfest angezogen.“ Kuchem vermutet: Jemand hat sich einen Spaß daraus gemacht, die Stufe zu entfernen, dann gesehen, was er damit angerichtet hat, und sie dann notdürftig wieder befestigt. „Auf jeden Fall muss er beim Abschrauben einen ganz schönen Aufwand betrieben haben. Diese Schrauben kriegt man mit einem Maulschlüssel aus dem Fahrradwerkzeug nicht ab.“

Bürgermeisterin Suse Laue betont: Ähnlich wie die Geräte auf den städtischen Spielplätzen werde der Turm am Hohen Berg in regelmäßigen Abständen inspiziert. „Darüber führen wir auch Protokoll“, so Laue. Für die Stadt ein ganz entscheidender Punkt, weil sie der Nachweis regelmäßiger Inspektionen juristisch vom Vorwurf der Verletzung der Sorgfaltspflicht befreit. Anders ausgedrückt: Die Stadt wäre für die Unfallfolgen vor Gericht kaum haftbar zu machen.

„Unabhängig davon ist es ganz schrecklich, was der Frau da passiert ist“, sagt Suse Laue. „Da müssen wir was tun – und da wollen wir auch etwas tun.“

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