Jäger-Appell an Hundehalter

Tragendes Reh zu Tode gehetzt: „Noch nie so einen furchtbaren Anblick erlebt“

Eine Frau führt ihre Mischlingshündin spazieren.
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Die Leine ist ein Muss: Eine Frau führt ihre Mischlingshündin spazieren. Wir haben uns an dieser Stelle gegen ein Foto vom verendeten Reh entschieden. (Symbolbild)

Ein weibliches Reh, auch Ricke wird vermutlich von Hunden zu Tode gehetzt. Jäger Rainer Braungart aus Syke findet das Tier in einer Hecke. Sie war tragend.

Osterholz – Einen qualvollen Tod hat in Osterholz eine Ricke – ein weibliches Reh – erlitten, die Jäger Rainer Braungart (66) aus Syke in einer Hecke des Jagdreviers Osterholz (Gemeinschaftsjagd) fand. Das Tier war tragend.

Wie der Jäger im Gespräch mit dieser Zeitung sagte, war das Kitz ausgetragen. Die Hinterläufe hätten noch im Mutterleib gesteckt. Rainer Braungart ist seit 14 Jahren Jäger. Er bekennt: „Noch nie habe ich so einen furchtbaren Anblick erlebt.“

Aufgespürt hat die verendete Ricke mit dem toten Kitz sein Hund Joschka, der in die Hecke zog. Da an dem Reh keine äußeren Verletzungen zu sehen waren, wird von den Jägern vermutet, dass die tragende Ricke von einem oder auch mehreren Hunden gehetzt wurde.

Ricke und Kitz an passendem Ort vergraben

Manfred Just (81), seit 50 Jahren Jäger und einer der Jäger der Osterholzer Gemeinschaftsjagd, ist der Meinung, dass das Tier am Ende durch die anstrengende Hetze kraftlos und die Geburt des Kitzes ausgelöst wurde. Die Ricke verendete in der Hecke, in die sie sich noch flüchten konnte. Jäger Rainer Braungart hat Ricke und Kitz an einem passenden Ort vergraben.

Manfred Just weist auf den Leinenzwang für Hunde in dieser Zeit hin, in der tragende Rehe kurz vor der Geburt des Kitzes stehen oder schon ihre Kitze geboren haben. „Die meisten Hundehalter haben, wenn wir mit ihnen sprechen, Verständnis dafür, dass sie ihre Hunde anleinen müssen. Es gibt leider auch andere, von denen man dumme oder freche Antworten erhält, wenn man sie bittet, ihre Hunde, die sie freilaufen lassen, an die Leine zu nehmen.“

Reh ziemlich sicher von einem oder mehreren Hunden gehetzt

Für den qualvollen Tod des Tiers gibt es für Just keine andere Erklärung, als dass es von einem oder auch mehreren Hunden gehetzt wurde. Zur Frage, ob er uneinsichtige Hundehalter schon mal angezeigt hat, wenn sie ihre Tiere nicht anleinen wollten, sagte Manfred Just: „Ich suche das Gespräch und hoffe auf die Vernunft.“

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