Figurentheater Neumond überzeugt im Kreismuseum

Figurentheater Neumond: Von Toleranz, Vertrauen und verliebten Schweinen

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Christian Kruse vom Figurentheater Neumond spielte am Sonntag im Kreismuseum. 

Syke - Von Anika Bokelmann. Frischer Obstkuchen aus dem Steinofen und amüsante Unterhaltung in der Live-Version: Die Programmpunkte des Familientags im Syker Kreismuseum passten bestens zusammen. Am Sonntag unterhielt Christian Kruse als Bauer Friedrich Latzke mit seinem Figurentheater zur Fragestellung „Können Schweine Hühner lieben?“ im Sommergarten der historischen Anlage.

Dort hatte der Darsteller des Figurentheaters Neumond aus Hannover unter einem Pavillon einen Tisch aufgestellt, auf dem die Geschichte um das weiße Schwein Albin und das alte und legeschwache Huhn Lila spielte.

Voller Vorfreude nahmen die Jungen und Mädchen gemeinsam mit ihren Eltern oder Großeltern auf den Bänken Platz. Trotz der ungewissen Wettersituation hatten sich Museumsleiter Dr. Ralf Vogeding und Christian Kruse dafür entschieden, das Stück unter freiem Himmel zu zeigen. Der Verlauf des Tages sollte zeigen: Sie hatten richtig entschieden. Die wenigen Regentropfen, die tatsächlich vom Himmel fielen, taten dem Theatergenuss keinen Abbruch.

Vor den Augen seines aufmerksamen Publikums vervollständigte Kruse in seiner Rolle als Friedrich Latzke schließlich den Schauplatz. Zwei Koffer, die als Schweine- und Hühnerstall die verfeindeten Lager auf seinem Bauernhof in Oyten darstellten, trennte er mit einem künstlichen Misthaufen voneinander. Der wird im Verlauf der Geschichte zum wichtigsten Ort, entsteht dort doch die ungewöhnliche Freundschaft zwischen den Protagonisten Albin und Lila.

Auch Erwachsene hatten sichtlich Freude

Worum geht's in diesem Stück? Die Kurzfassung lautet: Zwei Außenseiter verbünden sich, retten den anderen Hühnern und Schweinen mit einer List das Leben und sorgen dafür, dass alle Tiere auf dem Hof wieder in Harmonie zusammenleben. Vorlage ist das gleichnamigen Kinderbuch von Rafik Schami aus dem Jahr 1999.

Christian Kruses knapp einstündige Bearbeitung für das Figurentheater richtete sich zwar in erster Linie an Kinder ab vier Jahren. Aber auch die Erwachsenen hatten sichtlich Freude an der Aufführung, bei der Themen wie Andersartigkeit, Vertrauen und Toleranz vermittelt wurden.

Die Wetter-Effekte für seine Geschichte gestaltete Christian Kruse anhand von Bildern und einem Bettlaken als Schneelandschaft, in der das weiße Schwein zum Spott der Bauernhoftiere wurde.

Einziger Wermutstropfen bei dieser Aufführung: In den hinteren Reihen hatten die Gäste Schwierigkeiten, Kruse deutlich zu verstehen – mal sprach er als Bauer Fredi, mal als eines der Schweine oder Hühner oder eben auch als listiger Fuchs, dem im Schweinestall das Fürchten gelehrt wird – zwar mit Mikrofon und Verstärker, aber eben doch leise.

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