Tierischer Schnuppertag

Mitarbeiter des DRK-Seniorenheims bringen „Kollege Hund“ mit zur Arbeit

„Kollege Hund“ im DRK-Seniorenheim: Mitarbeiterinnen haben ihren Hund zum Arbeitsplatz mitgebracht; den Bewohnern schien dieser Besuch ebenso viel Spaß zu machen wie den Tieren. - Foto: hu

Barrien - Von Heiner Büntemeyer. Im DRK-Seniorenheim Barrien gibt es nicht nur „Stationsvögel“ und in den Gehegen Kaninchen, Ziegen und Hühner, die gegenwärtig ihre Küken ausführen. Regelmäßig bringen Mitarbeiterinnen auch ihren Hund mit. „Wenn meine Hunde-Oma keine Zeit hat, nehme ich 'Arnold Schwarzenegger' mit zur Arbeit“, berichtet Monika Müller und streichelt ihren kleinen, pechschwarzen Frechdachs.

Das ist keine Ausnahme, wenngleich Kerstin Rottmann ihren Hund nur ungern mitnimmt, denn sie ist ständig auf der Station unterwegs – und ihr „Porzellanhund“ folgt ihr unablässig. „Der ist dann abends kaputt“, lacht sie.

Natürlich hatten sie beobachtet, wie die Altenheimbewohner auf diese Hundebesuche reagierten. „Es sind zwar einige darunter, die sich nicht zu den Hunden hingezogen fühlen“, berichtet Pflegedienstleiterin Elke Kollhofer, „aber die allermeisten freuen sich, wenn sie die Hunde mal streicheln dürfen oder wenn sie ihnen sogar auf den Schoß springen.“

Es müssten nicht unbedingt Therapiehunde sein, Hauptsache sei, dass sie zutraulich sind und sich auch von Fremden streicheln lassen würden. Viele Heimbewohner, wie Frau Landwehr, erinnern sich sofort an die eigenen Haustiere, die sie einmal gehalten haben. Bei ihr sitzt „Freddy“ auf dem Schoß, sie streichelt ihm das Fell und sagt nichts. Aber sie macht einen sehr glücklichen Eindruck. „Wir hatten früher immer einen Hund“, sagt sie dann leise.

Am 30. Juni veranstaltet der Deutsche Tierschutzbund deutschlandweit unter der Bezeichnung „Kollege Hund“ einen „tierischen Schnuppertag“. Bei dieser Aktion sollten die Mitarbeiter ihrem Hund, sofern dies möglich und gestattet war, ihren Betrieb und ihren Arbeitsplatz zeigen. Das DRK-Seniorenheim wird nach Aussage von Elke Kollhofer im Tierschutzbund ohnehin bereits als „tierfreundliches Haus“ geführt. Daher bat die Heimleitung die Mitarbeiterinnen, zur Aktion „Kollege Hund“ einmal gemeinsam ihre Hunde mit zur Arbeit zu bringen.

Tierische Kollegen im Seniorenwohnheim Barrien

So wuselten am Donnerstag neun Hunde durch das Heim. Meistens in Frauchens Nähe, aber sie ließen sich auf dem Flur, wenn ihnen Heimbewohner begegneten, auch streicheln. Die Hundebesitzerinnen waren natürlich ein wenig gespannt darauf, wie ihre Vierbeiner reagieren würden, wenn ihnen in der fremden Umgebung so viele fremde Hunde begegneten, aber alle blieben friedlich. Es blieb beim Schnuppern und Knurren, und der 15 Monate alte irische Wolfshund mit dem Respekt einflößenden Stockmaß genoss bei den kleineren Hunden sowieso noch Welpenschutz.

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