THW-Ortsverband Syke feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen / Gut funktionierende Jugendarbeit

„Es ist wichtig, solche Einrichtungen zu haben“

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Der Syker Ortsbeauftragte Thomas A. Gockel-Huntemann (r.), Zugführer Ingo Meinken (v.l.) und der hauptamtliche THW-Geschäftsführer Fabian Schaffhausen mit den Geehrten und Ausgezeichneten des THW-Ortsverbands Syke: Ralf Hellmich, Bärbel Ulrich, Walter Runge, Albert Krukenberg, Jörg Bieß und Björn Fröhlich.

Barrien - Tausende Autofahrer passieren täglich das unscheinbare umzäunte Gelände an der B6. „Raus aus dem Alltag – rein ins THW“ steht auf einem Plakat. Die wenigsten nehmen wahr, dass dort an der Barrier Straße eine kleine, verschworene Truppe ihr Quartier gefunden hat, um sich für Notfälle zu rüsten, die am besten nie eintreten: Der Syker Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW).

Fast 670 THW-Ortsverbände gibt es bundesweit, allein 79 in Niedersachsen: Die Zivil- und Katastrophenschutzorganisation mit mehr als 82000 Mitgliedern ist seit Jahrzehnten zur Stelle, wenn nach einem großen Unglück Not am Mann ist. In diesem Jahr feiert die Syker THW-Zweigstelle ihr 60-jähriges Bestehen. Im November will der Ortsverband diesen runden Geburtstag mit einer Party feiern.

Vor 13 Jahren begann der Umzug der THW-Einheit vom Feuerwehrturm nach Barrien „Die komplette Übernahme unserer jetzigen Liegenschaft wurde allerdings erst im letzten Jahr abgeschlossen“, sagt der Syker Ortsbeauftragte Thomas Gockel-Huntemann.

Die Männer und Frauen in den blauen Uniformen kommen zum Einsatz, wenn Menschen des Schutzes bedürfen. Vor allem bei Naturkatastrophen trumpft die Organisation mit ihrer Kombination aus universeller Basis-Ausbildung und spezialisierten Fachgruppen auf.

Seit 32 Jahren ist Gockel-Huntemann beim THW, seit 1996 hat er die leitende Position inne. „Wir haben das Tal der Tränen durchschritten“, blickt er auf Phasen mit sinkenden Mitgliederzahlen zurück. Mittlerweile hat das THW Syke einen Kern von 30 bis 35 Helfern, hinzu kommen etwa 20 Jugendliche, die in der Nachwuchsgruppe an die Aufgaben herangeführt werden.

„Wir können ganz zufrieden sein“, freut sich Gockel-Huntemann, „wir verjüngen uns immer mehr.“ Dazu trägt sicher auch der Auftritt des THW Syke bei Veranstaltungen bei – wie am kommenden Wochenende bei der Gewerbeschau in Weyhe. Dort können sich Interessierte informieren und einen Blick in die Welt des THW werfen.

Wöchentlich treffen sich die Aktiven, um sich fit zu halten für den Notfall. Die besondere Organisationsstruktur bringt es mit sich, dass die Helfer jedes Ortsverbands überall einsetzbar sind. So waren auch Syker THW-ler beim Elbe-Hochwasser 2013 im Einsatz.

Die manchmal über Wochen laufenden Einsätze weit weg vom Heimatort „machen es erst spannend“, sagt der Ortsbeauftragte. Für Gockel-Huntemann sind die „echten“ Einsätze eine wichtige Motivations-Komponente. „Manchmal ist es wichtig, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt was passiert“ – ein Einsatz bleibt immer etwas ganz anderes als jede noch so gut vorbereitete Übung.

Natürlich wünscht sich niemand eine neues Hochwasser an Oder oder Elbe: Sind doch solche Katastrophen immer mit Problemen und Nöten für betroffene Menschen verbunden.

Doch dass der nächste Einsatz kommt, davon ist Gockel-Huntemann überzeugt. Der Klimawandel macht ihn sicher: „Wir werden vermehrt Einsätze haben.“ Vor diesem Hintergrund sei die Wahrnehmung des THW in der Bevölkerung gestiegen. „Die Leute merken: Es ist wichtig, solche Einrichtungen zu haben.“

fj

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