Thomas Schwenen feiert trotz schlechten Wetters doch noch einen würdigen Abschied

Samba-Rhythmen vertreiben sogar den Regen

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Rhythmus, der ansteckt: Die Mitglieder von drei Samba-Gruppen sorgten im Gebäude der Kreismusikschule – und zum Finale auch davor – musikalisch für gute Laune.

Von Juraj Sivulka. Auf ins Trockene: Als allen Beteiligten klar geworden ist, dass das regnerische Wetter einen Auftritt der Sambagruppen in der Wolfsschlucht nicht zulässt, treffen sie im Handumdrehen die Entscheidung, das Konzert in die Übungsräume der Kreismusikschule zu verlegen. Etwa 80 Besucher begeben sich spontan zum neuen Zielort. Dort erleben sie ein Feuerwerk der brasilianischen Rhythmen.

Der als „Samba-Picknick“ geplante Auftritt der Gruppen „Alegria Geral“ (Lebensfreude) aus Syke, „Ovos de Campo“ (Landeier) aus Martfeld und „Bateria Estrela Azul“ (Blauer Stern) aus Bremen hat einen Hintergrund. Thomas Schwenen, Leiter der Syker Gruppe, feiert nach 20 Jahren seinen Abschied und tritt zum letzten Mal als Dirigent auf.

Der Lehrer an der Kreismusikschule ist zwar vom Wetter nicht begeistert, aber „es ist auch etwas Besonderes, direkt auf dem Arbeitsplatz zu spielen“, schmunzelt er.

Kaum stimmt seine 40 Mann starke Gruppe die ersten Töne des melodischen Liedes „Samba do mundo“ an, schon geht das Publikum mit. Etliche Besucher klatschen rhythmischen Beifall, imitieren die Bewegungen der Darsteller und tanzen ausgelassen im Raum. Die Gruppe von Thomas Schwenen weiß eben, wie sie ihr Publikum packen kann.

Die vorgelegte dynamische Marschroute setzen „Bateria Estrela Azul“ und „Ovos de Campo“fort. Zwar bestehen beide Gruppen jeweils „nur“ aus 20 Musikern, doch die Hingabe, mit der sie einen Hauch von brasilianischem Flair herzaubern, ist beeindruckend.

Sogar Petrus scheint davon so hingerissen zu sein, dass er die hellsten Sonnenstrahlen herschickt. Die Gruppen reagieren spontan auf diese Wetteränderung: Sie gehen hinaus, und alle 80 Interpreten setzen zusammen mit dem Lied „Timbalada“ zu einem grandiosen „Abschiedsfinale“ für Thomas Schwenen an. Der dirigiert dieses Ensemble nun und kann mit einigen Soloeinlagen sein Können unter Beweis stellen.

Schwenen wird nach seiner Pensionierung kürzer treten. Er möchte aber weiterhin „Musiker schulen, kleinere Sachen machen, vielleicht Workshops geben“.

Um die Zukunft der Samba-Musik muss er sich allerdings keine Gedanken machen. Bernd Krämer, der Leiter von „Ovos de Campo“, und Christian Plep, der Leiter von „Bateria Estella Azul“, haben einst bei ihm als Musiker angefangen. „Wir vermitteln das, was wir bei ihm gelernt haben, weiter.“ Über so eine Anerkennung kann man sich nur freuen.

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