Lulu ist das einzige Rettungsboot in der Region mit Jet-Antrieb

Mit Tempo 100 übers Wasser

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Stolz auf Lulu ist die DLRG Syke. Lulu ist das erste eigene Rettungsboot der Ortsgruppe und mit Tempo 100 ein echtes Geschoss auf dem Wasser. Einsatzschwerpunkt ist die Weser.

Syke - Von Heiner Büntemeyer. Die einen sparen jahrelang auf das erste eigene Auto – die Syker DLRG-Ortsgruppe hat jahrelang auf ihr erstes eigenes Motorboot gespart. Es ist sieben Jahre alt und hört seit Samstag auf den Namen Lulu.

Der Vorbesitzer ist ein DLRG-Mitglied aus Riede, mit dem die Syker schnell handelseinig wurden. Bootsführer Sefan Sebode ist besonders gespannt darauf, wie sich Lulu im Einsatz bewährt, denn das Boot ist mit einem 155 PS starken Jet-Antrieb ausgestattet. Es verfügt also statt einer Schraube über eine Düse und ist dadurch unglaublich wendig. „Es kann auf der Stelle drehen“, sagt Sebode, und außerdem eine Spitzengeschwindigkeit von rund 100 km/h erreichen.

Vergleichsweise niedrige Verletzungsgefahr

Ein weiterer Vorteil dieses Antriebs besteht darin, dass durch die Düse die Verletzungsgefahr geringer ist als bei einer Schraube. Laut Sebode ist Lulu das einzige Boot in der Region, das über einen Jet-Antrieb verfügt.

Stationiert ist Lulu in einer Garage auf dem Gelände des THW in Barrien. Das Boot ist aber nicht für Einsätze auf den Mühlenteichen oder der Hache vorgesehen. Schwerpunkt-Einsatzgebiet ist die Weser, und geübt wird auf dem Wieltsee. Außerdem nehmen die Syker Lebensretter das Boot künftig mit an die Ostsee oder nach Spiekeroog, wo sie schon seit einigen Jahren während der Saison die Wachstationen mit besetzen.

In Scharbeutz sammelten sie in diesem Jahr wichtige Erfahrungen im Führen eines Rettungsboots bei der dortigen Ortsgruppe. Im Gegenzug leisteten die Syker Mitglieder in Scharbeutz mehr Einsatzstunden als in den Jahren zuvor.

Finanzierung wird Ortsgruppe einiges abverlangen

Auch in Zukunft werden sich die 239 Mitglieder der Syker DLRG-Ortsgruppe mächtig ins Zeug legen müssen, denn die Kosten für den Unterhalt des Boots muss die Gruppe selbst aufbringen. „Wir suchen natürlich eine Werkstatt für eine preisgünstige Wartung“, sagt die stellvertretende Vorsitzende Astrid Heinrich. „Aber ebenso benötigen wir Geld, um Ersatz für unseren 22 Jahre alten Bus zu bekommen.“ Die DLRG hofft, dass sich die Stadt Syke an den Kosten beteiligt, ähnlich wie sie das bei den Feuerwehren auch tut.

Aber am Sonnabend wurde erstmal gefeiert. Dazu versammelten sich alle Mitglieder, die Gäste der benachbarten DLRG-Ortsgruppen aus Weyhe und Bassum sowie Mitglieder des THW in der Waschhalle.

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