Landkreis und Stadt für Verkehrsschau

Tempo 30 bald vor allen Schulen und Kindergärten

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Auch vor der Montessori-Schule soll noch in diesem Jahr eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden.

Syke - Von Robin Grulke. „Wie sieht es aus mit den Tempo-30-Zonen?“ Mit dieser Frage löchern Bürger, Ortsräte und besonders Eltern die Syker Stadtverwaltung seit Langem. Auch deshalb, weil vor einigen Schulen bereits solche Bereiche eingerichtet sind, vor anderen dagegen noch Tempo  50 erlaubt ist, wie etwa vor der Montessori-Schule an der Waldstraße.

„Schulen und Kindergärten, die an stadteigenen Straßen liegen, befinden sich bereits in Tempo-30-Zonen“, erklärt Bürgermeisterin Suse Laue. Nur an Straßen, für die der Landkreis zuständig ist, gelte noch nicht Tempo 30.

Nun will der Landkreis nachziehen und an fünf Kreisstraßen im Syker Stadtgebiet das Tempo herunter regeln. Das betrifft die Standorte Montessori-Schule, Astrid-Lindgren-Grundschule in Heiligenfelde, Grundschule an der Wassermühle in Barrien, Kindergarten Henstedt und Kindergarten Okel.

Landrat Cord Bockhop unterstützt diese Idee. Bockhop will noch im August mit Vertretern von Stadt- und Straßenbauverwaltung, Polizei und Landkreis eine Verkehrsschau auf den Weg bringen. Termin dafür könnte der 23. August sein. Dabei klappern die Beteiligten die fünf Schul- und Kindergarten-Standorte ab, um zu ermitteln, wo genau sich eine Geschwindigkeitsbegrenzung anbietet und ob sie nur für einen begrenzten Zeitraum wie zum Beispiel von 7 bis 14 Uhr nötig ist.

Bis zum Jahresende wollen Bockhop und Laue so alle Verkehrsbereiche vor Grundschulen und Kindergärten sicherer machen. Es könnte zwar auch Ausnahmen geben, sodass im Einzelfall keine Geschwindigkeitsbegrenzung kommt, „im Augenblick sehe ich die aber nicht“, meint der Landrat.

„Im Interesse der Sicherheit der Kinder“

Dass Landkreis und Stadt solche Tempo-30-Zonen überhaupt präventiv einrichten können, liegt an einer Änderung der Straßenverkehrsordnung aus dem vergangenen Jahr. Dabei wurde die so genannte Eingriffsschwelle gesenkt. Das bedeutet, dass beispielsweise kein Unfallschwerpunkt mehr vorhanden sein muss, um eine solche Geschwindigkeitsbegrenzung durchzusetzen. Verkehrsminister Alexander Dobrindt sagte im vergangenen Jahr, die Änderung sei „im Interesse der Sicherheit der Kinder“.

Die Verkehrsschau ist laut Cord Bockhop einerseits rechtlich notwendig, andererseits nur logisch. Niemand wolle unüberlegt Tempo-30-Zonen errichten. „Denn eines haben wir reichlich: Schilder, denen man kaum Beachtung schenkt“, mahnt Bockhop.

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