Bunte Themenvielfalt im Barrier Ortsrat

Tempo, Schlick und Reichsbürger

Barrien - Reichsbürger in Barrien – über dieses Thema informierte sich der Barrier Ortsrat am Mittwoch. Hein Sievers von der Syker Stadtverwaltung trug kurz und knapp vor: Es gibt welche. Bis jetzt seien sie noch nicht negativ auffällig geworden, sehe man einmal davon ab, dass sie hin und wieder Papiere im Rathaus zurückgäben mit der Bemerkung, sie bräuchten so etwas nicht. Der Verfassungsschutz habe ein Auge auf sie.

„Es ist ein komisches Gefühl, solche Leute hier zu haben und zu wissen, dass der Verfassungsschutz sie beobachtet“, sagt Ortsbürgermeister Manfred Nienaber. „Aber die Augen verschließen wollen wir vor so was ja auch nicht.“

Ebenso wenig wie vor den Beschwerden der Anwohner an der alten B 6 zwischen Bahnhof und Fuchsweg. Dort gilt Tempo 50. Zuletzt hatten sich beim Ortsrat mehrfach Anlieger über häufige Tempoverstöße beschwert.

Gegenüber der Bahn gilt auf der alten Bundesstraße bis Höhe Sportplatz sogar Tempo 100 – und auch dort werde oft deutlich schneller gefahren, wurde an den Ortsrat herangetragen. Ein weiterer Stein des Anstoßes ist die Einmündung des Fuchswegs auf die jetzige B 6. Die Einmündung liegt in dem einzigen Abschnitt zwischen Heiligenfelde und Brinkum, auf dem noch Tempo 100 auf der Bundesstraße erlaubt ist. Und sie sei ein Gefahrenpunkt, erläuterte Christian Eilers (CDU).

Workshop zum Quartiersmanagement

Gefahrenpunkt ja, aber nicht im Sinne eines Unfallschwerpunkts, wie ihn Polizei und Behörden anhand der Unfallzahlen definieren, entgegnete Hein Sievers für die Stadtverwaltung. Auch habe die Stadt bei einer Bundesstraße generell kaum Einflussmöglichkeiten auf die Verkehrsregelung.

All das führt Nienaber zu dem Schluss: „Da brauchen wir mal Spezialisten, die sich das ankucken.“ Was die Einmündung Fuchsweg betrifft, will der Ortsrat nun bei den zuständigen Behörden um eine zeitnahe Verkehrsschau bitten. Und idealerweise solle dabei auch die alte B 6 mit einbezogen werden, so Nienaber.

„Da brauchen wir mal Spezialisten“

Gedanken macht sich das Gremium auch um das Erscheinungsbild am Barrier Mühlenteich. „Was passiert mit dem ausgespülten Schlick?“, lautete die Frage, auf die der Ortsrat allerdings keine konkrete Antwort erhielt. Derzeit liegt der vom Teichgrund hochgepumpte Schlamm in einem eingezäunten Bereich auf dem Gelände des kleinen Parks. Der Ortsrat will sich zu dem Thema jetzt mit dem zuständigen Hache-Hombach-Verband in Verbindung setzen. „2017 wird sich da aber nichts mehr tun“, ist sich Manfred Nienaber sicher. „Der Erhalt des Mühlenteichs ist uns wichtig“, betont der Ortsbürgermeister.

Das Thema Abriss Altes Pfarrhaus stand in dieser Sitzung nicht auf der Tagesordnung, wurde aber trotzdem indirekt angesprochen, als es um das angedachte Quartiersmanagement für den Barrier Ortskern ging. Die Botschaft: Für Juni ist ein öffentlicher Workshop geplant, bei dem jeder Ideen und Anregungen einbringen kann.

Gleich zwei Park-Probleme hat die Barrier Feuerwehr. Für eines zeichnet sich eine Lösung ab. Die Parkplätze vor dem Gerätehaus reichen nicht aus. Jetzt sollen auf dem hinteren Teil des Geländes zusätzliche Stellplätze gebaut werden. Das andere Problem ist die benachbarte Baustelle: Es sei bereits vorgekommen, dass Baustellenfahrzeuge die Ausfahrt blockiert und Einsätze verzögert hätten. Die Stadtverwaltung versprach, ein Auge darauf zu werfen. - mwa

Rubriklistenbild: © dpa

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