Race-Copter-Fliegen beim Flugsportclub Stieglitz

Mit Tempo 130 durch die Hindernisse

Race-Copter beherrschten am Sonntag den Luftraum über dem Modellfluggelände im Ristedter Moor. Dieser Trendsport begeistert insbesondere jüngere Modellflieger. In Ristedt steuerten sie diese fliegenden Mehrfach-Copter per Monitor-Brillen über einen mit Hindernissen gespickten Parcours, den Markus Büssenschütt (4.v.l.) abgesteckt hatte. - Foto: Heiner Büntemeyer

Ristedt - Von Heiner Büntemeyer. Großer Andrang herrschte auf dem Modellfluggelände des Flugsportclubs Stieglitz, wo zum ersten Mal ein „FPV“-Fliegen veranstaltet wurde. FPV steht für First Person View und bedeutet, dass die Flugmodelle so gesteuert werden, als säße der Pilot selbst im Cockpit. Eine Bordkamera überträgt die Sicht aus der Pilotenperspektive auf einen Monitor oder eine Flugbrille.

Diese Modelle werden also nicht auf Sicht „von unten“ geflogen, und deshalb muss bei jedem Flug aus Sicherheitsgründen ein Co-Pilot daneben stehen, um den Piloten gegebenenfalls vor anderen Flugobjekten oder Hindernissen zu warnen.

Unter den Teilnehmern war auch eine Facebook-Gruppe aus Delmenhorst, die auf dem Fluggelände einen Parcours abgesteckt hatte. Weiße Hütchen markierten die kurvenreiche Strecke, die mit Fahnen, Toren und Tunnels gespickt war, die von den Modellen durchflogen, unterflogen oder umkurvt werden mussten.

Markus Büssenschütt hatte die Wegstrecke markiert, und die Hindernisse wurden so manchem der bis zu 130 km/h schnellen Modelle zum Verhängnis. Dann gab es einen Knall, einen dumpfen Aufschlag, das Heulen des Motors brach ab und das Bild am Monitor verschwamm.

Das ist für die jungen Modellflieger nur normal. „Kein Problem“, heißt es meistens, wenn sie das Modell geborgen haben, denn die empfindlichen Teile sind sehr sicher gelagert. Meistens genügt ein neuer Propeller, manchmal auch zwei, dann wird das Fliegen fortgesetzt.

Die Motoren klingen schrill und aggressiv und werden verstärkt durch das Sirren der Luftschrauben. Von dem vertrauten Flugmodellbau ist dabei lediglich das Fliegen geblieben, denn diese Modelle werden nicht mehr gebastelt sondern fertig gekauft.

Die Kunst für den Piloten besteht darin, sich mit dem Steuern vertraut zu machen und die Sicherheitsvorschriften exakt einzuhalten, denn die kleinen Flieger können abrupte Flugwechsel vollziehen, können in der Luft still stehen oder aber aufheulend knapp oberhalb der Grasnarbe über das Gelände fegen.

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