Sykes „Regialoge“ Sven Theemann will dem Waldstück neuen Glanz verleihen

Eine Chance für den Krendel

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Sven Theemann ist acht Monate lang für Syke im Einsatz.

Syke - Von Frank Jaursch. Idyllisch schmiegt sich der Krendel, jenes rund zehn Hektar große Waldstück, an die Herrlichkeit und das Kreismuseum. Man könnte auch sagen: verschlafen. Die Reize des Areals, das durch die B6 vom Rest des Friedeholzes getrennt ist, liegen für Besucher und auch für viele Syker im Verborgenen. Um das zu ändern, ist Sven Theemann nach Syke gekommen. Seine Acht-Monats-Mission: eine Chance für den Krendel.

Theemann ist Sykes neuer „Regialoge“. Hinter diesem temporären Titel steckt die Teilnahme an Regialog – einem Qualifizierungsprojekt für junge Geistes- und Kulturwissenschaftler. Es ermöglicht ihnen als Weiterbildungsmaßnahme eine zeitlich befristete Zusammenarbeit mit Kommunen oder Institutionen.

Auf der Regialog-Seite präsentieren verschiedene Kommunen mögliche Projekte, die Absolventen können sich dann jene Aufgaben heraussuchen, die sie besonders reizen. „Ich fand Syke interessant“, sagt Theemann, „das ist etwa Anderes als das, was ich bisher gemacht hatte.“

Der 32-Jährige kommt aus Krefeld, hat in Düsseldorf Literaturwissenschaft und Geschichte studiert. Seine Aufgabe führt ihn jetzt in ganz andere Gefilde: Es geht um eine Neugestaltung der in die Jahre gekommenen Krendel-Homepage (www.naturerlebnis-krendel.de), die Konzeption eines Flyers und eine zusätzliche Beschilderung für die Pflanzen im Krendel sowie für die Kleinlebewesen und Fische in und an der Hache.

Sein Vorgänger hatte eine solche Aufgabe im vergangenen Jahr für die Wald-Wege-Zeichen bewältigt, blickte Dr. Ralf Vogeding, Leiter des Kreismuseums, zurück. „Da hab ich gedacht: Irgendwann muss man das auch mal für den Krendel machen.“

Denn das Waldstück hat viel zu bieten, den Aussichtsturm oder den langen Steg zur Hache etwa, aber eben auch vielfältige Beispiele aus Flora und Fauna. „Der Krendel birgt viele kleine Schätze und Sehenswürdigkeiten“, wirbt auch Revierförster Heinz-Dieter Tegtmeier. Darüber informiert die Internet-Seite zwar bereits, und auch Schilder gibt es schon. Aber so richtig zeitgemäß wirkt all das nicht. Zudem gerade den Schildern nicht immer eine lange Lebensdauer vergönnt ist.

Die neue Technik mit den modernen QR-Codes könnte eine Lösung sein: Die kleinen quadratischen Symbole können unaufdringlich an verschiedenen Stellen im Krendel platziert werden. Mit einem handelsüblichen Smartphone gescannt, führen sie den Krendel-Besucher auf die gerade passende Seite im Internet.

„Das können wir nicht alleine“, war sich Vogeding sicher. Doch mit Theemanns Hilfe dürfte das Projekt zügig Fahrt aufnehmen.

Der Krefelder hatte schon zuvor von Syke gehört („von der Kreiszeitung“) und bekommt jetzt die Gelegenheit, hier sichtbare Spuren zu hinterlassen. Und seiner eigenen beruflichen Zukunft einen Schub zu geben. Denn die bisherigen Syker „Regialogen“ profitierten fast ausnahmslos von ihrem Engagement in der Hachestadt.

„Die bisherigen haben anschließend fast alle eine Anstellung gefunden“, weiß Bürgermeisterin Suse Laue. „Weil sie zeigen konnten: Ich kann auch was Praktisches.“

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