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Syker Volkmar Soostmeyer veröffentlicht Kriminalroman

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Von: Marten Vorwerk

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Volkmar Soostmeyer stellt seinen Krimi „Im Heim“ vor. Der Polizist sitzt auf dem Stuhl, auf dem er die meiste Zeit des Schreibens verbracht hat. Neben ihm Ehefrau Sabine Soostmeyer, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stand.
Volkmar Soostmeyer stellt seinen Krimi „Im Heim“ vor. Der Polizist sitzt auf dem Stuhl, auf dem er die meiste Zeit des Schreibens verbracht hat. Neben ihm Ehefrau Sabine Soostmeyer, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stand. © Marten Vorwerk

„In einem Seniorenheim stirbt eine ältere Dame. Zwei Pflegern kommen die Todesumstände merkwürdig vor, und sie ermitteln auf eigene Faust. Dabei legen sie sich ungeahnt mit dem Bösen an und geraten in Gefahr.“ So umreißt der Syker Volkmar Soostmeyer die Handlung des Kriminalromans „Im Heim“, den er selbst geschrieben und vor Kurzem veröffentlicht hat.

Syke – Viel mehr Einblicke zum Inhalt seines Buches gibt er nicht – wohl aber, wie die Idee dafür entstand, wie viele Stunden er auf einem Stuhl in seinem Wohnzimmer verbracht hat – und inwiefern die Berufe von ihm und seiner Frau mit dem Krimi zusammenhängen.

Zu Beginn des Pressegesprächs betont Volkmar Soostmeyer, dass er sich beim Schreiben stets auf die Hilfe seiner Ehefrau Sabine verlassen konnte. „Meine Frau hat ihre Fachlichkeit mit einspielen lassen und immer mal wieder Passagen gelesen.“ Gerade wenn es um die Heimat von Sabine Soostmeyer, das Sauerland, ging, musste sie ihre Expertise mit einfließen lassen, sagt der Polizist, der vor sechs Jahren schon mal als Autor des Märchenbuches „Acht Kostbarkeiten“ im Eigenverlag in Erscheinung trat.

Einen externen Verlag hat er auch dieses Mal nicht. „Ich hatte zwei Angebote. Aber da war das Problem, dass ich Lesungen hätte machen müssen, was an sich kein Problem ist. Wenn die Lesungen aber zum Beispiel in Augsburg stattfinden sollen, bringt das nicht viel. Da kennt mich keiner“, berichtet Soostmeyer.

Also verlief alles in Eigenregie. Lektor Henrik Lassek aus Diepholz hat den Text kontrolliert. Für das Buch-Cover war, wie schon vor einigen Jahren bei seinem Märchenbuch, die Illustratorin Brigitta Wortmann aus Bassum zuständig.

Zwei Monate vom Anfang bis zum Ende

Nur zwei Monate hat Volkmar Soostmeyer gebraucht von der ersten bis zur letzten Zeile der 203 Buchseiten. „Die erste Idee kam allerdings schon vor etwa vier Jahren. Danach habe ich mir immer wieder Gedanken gemacht – mal mehr, mal weniger“, erzählt der Polizist und ergänzt: „Da fliegen viele Zettel im Haus herum, und irgendwann steht das Grundgerüst und es kann losgehen mit dem Schreiben.“

Während seiner Arbeit nahm der Buchautor immer wieder Abstand von einigen Gedanken, ließ neue miteinfließen, zweifelte ab und zu, ob am Ende alles fertig werden würde. Fast jeder sei in seinen Ideen mal der Täter gewesen. Soostmeyer sagt: „Auch Kindheits-Erlebnisse von meiner Mutter und meiner Schwiegermutter aus dem Zweiten Weltkrieg, die sie mir erzählt haben, spielen im Buch eine Rolle.“

Dass es in dem Krimi um Polizei-Ermittlungen und um ein Seniorenheim geht, sei kein Zufall. Seine Frau arbeitet in Barrien in einem Seniorenheim. Er selbst kennt sich mit Ermittlungsansätzen der Polizei nur zu gut aus. „Es braucht aber kein ausgewiesenes polizeiliches Wissen, um die Vorgänge im Buch zu verstehen“, erklärt er.

Zeitaufwendiges Hobby

Erfahrungen, die er in seinen vielen Berufsjahren bei der Polizei mit Menschen miterlebt hat, spielen im Buch keine Rolle. „Das würde ich nicht machen, da würde ich zu viel preisgeben“, sagt er.

Bis zu vier Stunden saß der Autor täglich nach seinem Polizeidienst auf seinem Stuhl im Wohnzimmer und schrieb – am Wochenende „auch mal bis zu zehn Stunden“. Seine Frau Sabine sagt mit einem Lächeln im Gesicht: „Als ich nach Hause kam, gab es manchmal nur eine kurze Begrüßung, und dann hat er schon weitergeschrieben. Da war teilweise nicht ganz so viel Zeit. Teilweise hat er nicht mehr aufgehört zu schreiben, bis in die Nacht rein.

Sehr geholfen beim Schreiben habe ihm der Zeitdruck, „den es eben nicht gab“. Es sei kein Muss gewesen, das Buch zu veröffentlichen. „Mir saß kein Verlag im Nacken. Letztendlich mache ich das, weil es mir Spaß macht und mein Hobby ist.“ Großes Geld wolle er mit dem Buch nicht verdienen. Beim Märchenbuch sei er mit „plusminus Null“ rausgegangen. „Wenn das diesmal wieder so aussieht, ist das gut. Aber es geht wirklich nicht ums Geld“, betont der Polizist.

Wer nun der Mörder der alten Dame im Seniorenheim ist, verrät Volkmar Soostmeyer beim Pressegespräch nicht. Er sagt: „Da würde ich zu viel vorwegnehmen. Um das zu erfahren, muss das Buch gelesen werden.“

Information
Das Buch „Im Heim“ von Volkmar Soostmeyer ist für 10 Euro in der Buchhandlung Schüttert in Syke und Kirchweyhe, im Kreiszeitungs-Stadtbüro an der Hauptstraße und bei den Soostmeyers (Steinkamp 11a in Syke) erhältlich.

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