Sanierung wäre zu teuer

Syker Tafel zieht um: Digitale Sitzung der Kirchenkreissynode beschließt Neubau

Das Gebäude der Syker Tafel an der Straße Am Feuerwehrturm ist nur noch bedingt nutzbar. Der Kirchenkreis plant einen Neubau.
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Das Gebäude der Syker Tafel an der Straße Am Feuerwehrturm ist nur noch bedingt nutzbar. Der Kirchenkreis plant einen Neubau.

Der aktuelle Sitz der Syker Tafel an der Straße Am Feuerwehrturm ist nicht mehr im besten Zustand. Nun beschloss die digitale Versammlung der Kirchenkreissynode einen Neubau an der Ferdinand-Salfer-Straße.

Syke – Ein klares Bekenntnis zur Syker Tafel gab’s jetzt von der Synode des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Syke-Hoya. Auf einer digitalen Sitzung votierten die Mitglieder jetzt einstimmig für einen Neubau an der Ferdinand-Salfer-Straße und den vorgestellten Finanzierungsplan dafür.

Schon einmal hatte der Kirchenkreis einen Neubau der Tafel beschlossen. Damals war die Idee: Die Stadt Syke baut und der Kirchenkreis mietet. Dieser Plan war Ende Mai, Anfang Juni geplatzt, weil der Kirchenkreis die Rechnung ohne den Wirt – sprich: die Syker Politik – gemacht hatte. Strittig war neben der Kostenfrage auch die Frage der Nachnutzung beziehungsweise die Übernahme durch den Kirchenkreis zu einem späteren Zeitpunkt (wir berichteten). Jetzt will der Kirchenkreis selber bauen.

Kosten von 800 000 Euro – ein Viertel aus Fördermitteln?

Einen ersten Planentwurf, der zusammen mit dem Leitungskreis der Tafel erarbeitet wurde, stellte der Vorstand auf der Sitzung vor: eine Industriehalle. Ein reiner Zweckbau. Trotzdem werden Kosten in Höhe von rund 800 000 Euro erwartet. Mindestens 400 000 sowie die entstehenden Planungskosten muss der Kirchenkreis finanzieren. Dies sei ein erheblicher Kraftakt, stellte Superintendent Jörn-Michael Schröder fest. Als Baustein zur Finanzierung ist der Verkauf der Altimmobilie vorgesehen. Die Partnerkommunen der Tafel – also Syke, Weyhe und Bruchhausen-Vilsen – wären bei den Baukosten raus, würden laut Plan die Tafel aber mit jährlichen Betriebskostenzuschüssen in ähnlicher Höhe wie jetzt schon unterstützen.

200 000 Euro und somit ein Viertel der Gesamtkosten könnten aus dem niedersächsischen Förderprogramm über die Gewährung von Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung (ZILE) finanziert werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass ein Förderantrag bis Ende August vorliegt – was auch der Grund für diese digitale Sitzung war. 49  Mitglieder hatten daran teilgenommen, teilweise von ihren Urlaubsorten aus.

Größere Reparaturen wären notwendig

Das aktuelle Tafel-Gebäude an der Straße Am Feuerwehrturm ist nur noch eingeschränkt nutzbar. Größere Reparaturen wären notwendig, um die Ausgabe für Syke sowie die Lagerung und Verteilung für die Ausgabestellen in Weyhe und Bruchhausen-Vilsen weiterhin zu gewährleisten. Der Kirchenkreis hatte es vor einigen Jahren vom Landkreis Diepholz gekauft. Von Anfang an als Übergangslösung, um in Ruhe nach Alternativen suchen zu können. Ein Teil des dort genutzten Geländes gehört nicht zum Grundstück. Es ist von einer Nachbarin angemietet.

Zusammen mit dem Leitungskreis der Tafel prüfte der Kirchenkreisvorstand in den letzten Monaten verschiedene Optionen. Eine Sanierung wurde aufgrund der hohen Kosten als unverhältnismäßig verworfen. Alternativ wäre die Anmietung geeigneter Räume in Betracht gekommen. In dieser Hinsicht wurde auch geprüft, ob ein in Barrien leerstehender Lebensmittelmarkt für die Tafel geeignet wäre. Parallel wurde ein Neubau an anderer Stelle erwogen.

An der Ferdinand-Salfer-Straße soll der Neubau der Syker Tafel entstehen - auf der freien Wiese hinter dem Sportstudio.

In Gesprächen mit der Stadt Syke konnte ein knapp 2300 Quadratmeter großes Grundstück an der Ferdinand-Salfer-Straße gefunden werden, das der Stadt gehört. Der Kirchenkreis will es kaufen. Der Verwaltungsausschuss des Stadtrats hat bereits zugestimmt. Entstehen soll dort laut Plan ein Gebäude mit Lagerräumen mit Kühl- und Gefrierzonen, einem Besprechungsraum, zwei kleinen Büros und Sanitäranlagen. Nutzfläche: etwa 400 Quadratmeter. Dazu kommen Parkplätze sowie Stellmöglichkeiten für die vorhandenen Altpapiercontainer.

Von Horst Meyer

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