Wunsch nach besserem Ablauf

Syker feiern Schützenfest: Jubel für König Frank Müller

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Hoch soll er leben: Frank Müller (Mitte) trägt nun die Königskette. Mit ihm freuen sich viele andere Schützen.

Syke - Von Dieter Niederheide. Im Festzelt brach Sonntag gegen 17 Uhr Jubel aus. Der Grund: Frank Müller wurde zum neuen Schützenkönig ausgerufen und proklamiert. Richtig laut jubelte es aus den Reihen der Syker Schießsportkameradschaft.

Müller ist deren erster Schießsportleiter und als treffsicherer Schütze auch beim Syker Schützenverein Mitglied. Was es heißt, König zu sein, weiß er aus eigener Erfahrung. Auch Ehefrau Anja sind Majestätenpflichten nicht fremd. Vizekönig ist Christoph Wetjen. Klar, dass Schützenverein und Schießkameradschaft Sonntag bis in die Puppen gemeinsam feierten.

Die hohen Verdienste von Friedrich Meyer (dritter Vorsitzender) und Frank Hesse (Sportleiter) rückten Sonntag beim Katerfrühstück in den Mittelpunkt. Die beiden wurden mit dem Protektorabzeichen des Deutschen Schützenbundes in Silber geehrt. Eine Auszeichnung, die Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha gestiftet hat.

Mit dem 30-Liter-Fassfreibier, der Schlüsselübergabe sowie dem Firmen- , Vereins- und Behördenpokalschießen, an dem sich auch Straßenteams beteiligten, begann am Freitagabend das Syker Schützenfest. Gut erholt aus dem Urlaub zurück übergab Bürgermeisterin Suse Laue den großen hölzernen Schlüssel an den amtierenden Schützenkönig Werner Holle – und damit symbolisch die Schlüsselgewalt. Sie bekam ihn Sonntag zurück.

Bei den Schießwettbewerben am Freitag war auch ein Team der Stadt Syke am Start gewesen. Und siehe da: Die Gruppe „Stadt Syke 1“ belegte beim Firmen-, Vereine- und Behördenreigen Platz zwei. Dazu leistete Suse Laue ihren Schießbeitrag.

Vorsitzender Michael Recke (3.v.l.) gratuliert und dankt den neuen Ehrenmitgliedern sowie den ausgezeichneten und beförderten Schützen.

Effizienter hatten sich die Verantwortlichen des Vereins den Ablauf des Festes vorgestellt. Es gab die eine oder andere Neuerung. Positiv sei gewesen, so Vorsitzender Michael Recke unserer Zeitung gegenüber, dass für jene, die König werden wollten, die Chance bestand, am Samstag oder am Sonntag am Schießstand anzutreten. Was die Neuerungen im Ablauf des Festes betrifft, räumte er ein: „Mit dem Ablauf bin ich nicht zufrieden, daran müssen wir noch feilen.“

Lange hielten es die Schützen am Samstag beim Abholen des Schützenkönigs Werner Holle in Okel aus. Es folgte am Nachmittag ab der früheren Gaststätte Otersen der Festumzug mit der Music Company des TuS Syke und dem Jugendspielmannszug Bassum durch einen Teil der Stadt zum Schützenplatz im Friedeholz. Mit im Festzug waren auch die Syker Schießsportkameradschaft, die an allen drei Tagen stets mit einer großen Abordnung dabei war, und die Feuerwehr. Aufgefallen ist, dass an den Straßen mehr Grün als in den Zeiten zuvor zu sehen war. Ein Aufruf der Werbegemeinschaft war demnach von Erfolg gekrönt.

„Jeder Einzelne ist der Verein“

Das Katerfrühstück war auf den Sonntagvormittag gelegt worden. Dazu begrüßten die Verantwortlichen des Schützenvereins zahlreiche Gäste, darunter eine Abordnung des Schützenvereins Poggenhagen (Hannover). Am Büfett fiel Zurückhaltung schwer.

Lektorin Anja Thorns, selber Schützenschwester, hielt in der Schützenhalle eine Andacht. Die Frage „Wer ist der Schützenverein – wer ist die Kirche?“ beantwortete sie mit den Worten: „Jeder Einzelne ist die Kirche – jeder Einzelne ist der Verein.“

In den Vordergrund rückten Ehrungen und Beförderungen. Musikalisch umrahmten an den Festabenden jeweils die Band Stone Washed und DJ Sven Baker das Schützenfest. Dank sagte Michael Recke all den Helfern, ohne die ein solches Fest über drei Tage nicht zu machen wäre.

An allen Tagen wurde an den Schießständen geschossen – um Königswürden, Pokale und Preise, die Sponsoren gestiftet hatten.

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