Syker Schüler, Eltern und Lehrer im Einsatz für eine gute Sache

Von Weimar bis Arequipa

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Die Werder-Ecke auf dem Arequipa-Basar.

Syke - Von Dieter Niederheide. Kaum ein Durchkommen gab es am Samstag im Gymnasium beim Weihnachtsbasar für die Straßenkinder von Arequipa (Peru). Eltern, Großeltern und ehemalige Schüler ließen es sich nicht nehmen, Bastelarbeiten, Bücher oder Leckereien in Form von Obstsäften, Salaten und Popcorn zu erwerben. Der Erlös fließt den Straßenkindern im Heim „Casa Verde“ zu.

Für den Pädagogen Peter Jahnke war es der letzte Weihnachtsbasar unter seiner Regie, für Oberstudiendirektor Jan Ziemann war es am Samstag der erste als neuer Schulleiter des Syker Gymnasiums.

„Ich habe einen ganz fantastischen Eindruck von dem Geschehen und bin stolz auf das Engagement der Schüler und des Lehrkörpers, die sich alle in den Dienst einer guten Sache einbringen“, erklärte der Direktor des Gymnasiums. Ziemann lobte die vielen unterschiedlichen Aktivitäten der rund 1000 Schüler und auch die Beteiligung der Eltern.

Seit etwa 20 Jahren steht Jahnke in Sachen Weihnachtsbasar an vorderster Stelle, im nächsten Jahr nicht mehr. Grund, der Ruhestand naht. „Ich habe das mit Arequipa immer sehr gerne gemacht, die Verbindung bleibt bestehen“, betonte er. Jährlich seien bislang rund 15000 Euro aus dem Erlös des Basars an das Straßenkinderprojekt „Casa Verde“ geflossen. Dort sei damit nicht zuletzt der Bedarf an Lebensmitteln gedeckt worden, so Jahnke.

Den Abschied haben ihm seine Nachfolger Petra Ruff und Darco Marasovic erleichtert. Beide waren schon mit der Gestaltung für den Weihnachtsbasar 2015 betraut. Marasovic: „Es macht Freude, aber das Ganze steht und fällt mit den Schülern, den Eltern, den Kollegen und dem Hausmeister.“

Beeindruckend ist immer wieder der bunte Programm-Mix des Basars. Unübersehbar war weihnachtliches Ambiente. So am Stand einer Klasse, die gemeinsam schmucke Adventskränze gebastelt hatte. An anderer Stelle gab es nette Weihnachtswichtel. Auffällig waren die mit Gummibärchen und feinen Keksen bestückten Hexenhäuschen der Klasse 6 F1. Lukas Schneider: „Es macht Freude, in der Gemeinschaft etwas für einen guten Zweck zu machen.“

Selbst gebastelte Weihnachtsengel fehlten ebenso wenig wie die Fröbelsterne (ein dreidimensionaler Papierstern in besonderer Falttechnik). Imposant war die gut besuchte Abteilung Bücher, wo Belletristik neben Klassik für jeden Bedarf etwas feilbot.

Wer sich vom Gang durch die Klassen und Stände erholen wollte, hatte dazu reichlich Gelegenheit, sogar bei Klaviermusik von Jana Hofmann von der Klasse 8fL 2 im Cafe. Überhaupt gibt der Weihnachtsbasar stets auch der Kultur Raum. Etwa bei Theateraufführungen und Musikdarbietungen der Schul-Big-Band und der Bläserklasse. Im literarischen Salon drehte sich alles um Fürstin Anna Amalie von Sachsen-Weimar. Dort wurde an die Zeit erinnert, als Weimar dank der Fürstin eine kulturelle Hochburg war. Wie die Pädagoginnen Dr. Ute Jahnke und Dorothee von Harsdorf berichteten, ist das Gymnasium Syke eine von drei Schulen in Deutschland, mit der die Klassik Stiftung Weimar eine Kooperation eingegangen ist. Der Seminarkurs hatte den literarischen Salon für den Basar eindrucksvoll gestaltet.

Für die jüngeren Besucher gab es eine Bobbycar-Bahn. Wer wollte, konnte per Smartphone zur Rallye durch den Weihnachtsbasar starten. Ein Basar, der vom Engagement seiner Macher lebte.

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