Fotovoltaikanlage für das Syker Rathaus

Und dann ging alles ganz plötzlich

Bürgermeisterin Suse Laue mit Vertretern der Genossenschaft Bürgerenergie vor dem Baugerüst am Rathaus
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Suse Laue geht ein Licht auf: Mit diesen beiden Solarleuchten weisen die Stadt und die Genossenschaft Bürgerenergie symbolisch auf den Bau der neuen Fotovoltaikanlage.

Nach zwei Jahren Vorlauf geht es jetzt los: Die Genossenschaft Bürgerenergie baut ihre nächste Fotovoltaikanlage. Diesmal auf dem Dach des Syker Rathauses.

  • Das Syker Rathaus bekommt eine Fotovoltaikanlage.
  • Kooperation von Stadtverwaltung und Genossenschaft Bürgerenergie.
  • Kosten: 120.000 Euro.

Syke – Das Syker Rathaus bekommt eine Solaranlage mit einer Leistung von bis zu 63 Kilowattstunden. Die vorbereitenden Arbeiten dafür sind abgeschlossen. Nächste Woche kommen die Module.

Der Weg dahin war mühsamer als gedacht. Schließlich hatten die Stadt Syke als Eigentümer des Gebäudes und die Genossenschaft Bürgerenergie als Betreiber der Anlage darüber schon vor mehr als einem Jahr grundsätzliche Einigung erzielt. Im Oktober 2019. Dann kamen aber immer wieder neue Dinge dazwischen.

Wir waren uns zuerst gar nicht sicher, ob wir überhaupt so eine große Anlage bauen wollten.

Ralf Borchers, Genossenschaft Bürgerenergie.

Angefangen bei der Planung: „Wir waren uns zuerst gar nicht sicher, ob wir überhaupt so eine große Anlage bauen wollten“, sagt Ralf Borchers vom Vorstand der Genossenschaft. Die Entscheidung sei dann dafür ausgefallen, weil die Stadtverwaltung für das Obergeschoss im Rathaus eine Klimaanlage einbauen will. Und mit so einem großen Stromverbraucher sei eine große Fotovoltaikanlage dann wieder sinnvoll, erklärt Borchers.

Die Stadt muss aber auch den Brandschutz im Rathaus baulich verbessern. Das machte die Planung der Solaranlage schwieriger. Laut Borchers sei lange nicht klar gewesen, ob notwendige Leitungen für den Bau außen am Gebäude entlang geführt werden könnten oder innen hindurch. Im zweiten Fall hätten wieder spezielle Brandschutzverordnungen gegriffen, was den baulichen Aufwand erhöht hätte.

„Dann mussten wir erstmal Angebote einholen und abstimmen“, nimmt Borchers’ Vorstandskollege Medard Andrae den Ball auf. „Wer kann wie schnell liefern?“ sei dabei eine entscheidende Frage gewesen.

186 Solarmodule

Handwerker zu bekommen, war anschließend das nächste Problem. Aber nicht das größte. Das lag zur Überraschung aller beim Gerüst. „Die Angebote kamen nur sehr schleppend“, sagt Medard Andrae – und möchte es dabei auch belassen. Tatsächlich musste er den Firmen geradezu hinterherlaufen. Und dann ging alles wieder sehr plötzlich. „Es gab ein bisschen Verwirrung, weil im Rathaus nicht ganz klar war, dass die Gerüstbauer jetzt schon kommen würden, und den Gerüstbauern nicht, dass die Einfahrt zur Tiefgarage frei bleiben sollte.“ Und auch das war noch nicht die letzte Hürde. Die ergab sich, als das Gerüst schon stand und die Halterungen für die Solarmodule montiert wurden. Denn die geplanten Schneefanggitter auf dem Dach fehlten noch. Ralf Borchers konnte dieses Problem kurzfristig mit dem Syker Dachdecker- und Zimmereibetrieb Ball lösen.

Die Vorarbeiten sind gemacht: Die Halterungen sind schon fertig. Nächste Woche kommen die Solarmodule. Insgesamt 186 Stück für alle drei Dächer.

Fehlen nur noch die Solarmodule. 186 Stück kommen insgesamt auf alle drei Dächer. „Ende nächster Woche wollen wir damit fertig sein“, sagt Robert Buschmann aus Twistringen, dessen Unternehmen den Zuschlag dafür bekommen hat. Danach müssen noch diverse Montagearbeiten ausgeführt werden. Unter anderem die Installation einer großen Batterie als Zwischenspeicher im Keller.

Insgesamt investiert die Genossenschaft Bürgerenergie rund 120 000 Euro in das Vorhaben. Der erzeugte Strom soll zu 80 Prozent von der Stadtverwaltung abgenommen und verbraucht werden.

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