Syker Pfadfinder machen die Probe aufs Exempel – und ihrem Namen durchaus Ehre

Ganz ohne Google-Maps und Navi

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Team-Übung: Nur der Letzte in der Reihe kann sehen, wo es lang geht.

Syke - Von Aline Knake. Der Name lässt es erahnen: Orientierung in der freien Natur – auch ohne Navigationsgerät und Google-Maps! – gehört zu den vielen Dingen, mit denen sich Pfadfinder in ihren Gruppenstunden immer wieder beschäftigen. Wie gut es aber in der Praxis um ihre Pfad-Finde-Künste steht, konnten die Mitglieder vom Stamm Jona am vergangenen Wochenende ausprobieren.

Das jährliche Pfingstlager der Christlichen Pfadfinderschaft Syke stand dieses Mal unter dem Motto „Orientierung(s)-Los!“. In verschiedenen Spielen und Aktionen bekamen die Teilnehmer Gelegenheit, ihr Wissen über Karte, Kompass und Sternenbilder praktisch anzuwenden.

Fast 40 kleine und große Pfadfinder brachen dafür am Freitag Nachmittag mit ihren Fahrrädern am Syker Gemeindehaus auf. Nachdem auch alle Nachzügler den gut im Fesenfelder Wald versteckten Platz gefunden hatten und die Zelte aufgeschlagen waren, gab es erstmal eine Stärkung in Form von selbst gemachten Wraps. Besonders die Jüngeren ließen sich am Samstag auch vom einsetzenden Regen nicht stören. Ausgestattet mit Gummistiefeln und Regenjacken testeten sie ausgiebig die gerade neugekauften Frisbees.

Als später die Sonne herauskam, konnte das erste Geländespiel zum Thema Orientierung beginnen. In drei Gruppen standen die Pfadfinder vor der Aufgabe, als Schiffbrüchige auf einer Insel den richtigen Ort für ein Signalfeuer zu finden. Dazu mussten die Spieler unter anderem einen Kompass selber bauen, knifflige Rätsel lösen und so genannte Waldläuferzeichen finden, mit denen Pfadfinder den Weg markieren. Schließlich stellte sich heraus, dass alle drei eingeschlagenen Wege zum richtigen Platz führten und die Gruppen nur in Zusammenarbeit das Leuchtfeuer anzünden konnten.

Nach Einbruch der Dunkelheit wurde es Zeit für das nächste Spiel: Ohne Taschenlampen mussten die Gruppen Leuchtstäbchen im Wald finden, die sie gegen im Dunkeln leuchtende Sterne eintauschen konnten. Daraus konnten sie Sternbilder legen, für die sie Punkte bekamen. Anschließend suchten alle gemeinsam die Sternbilder am echten Nachthimmel.

Zwei der älteren Pfadfinder standen währenddessen vor einer ganz besonderen Orientierungsaufgabe: Um ihre Späher-Nadel zu bekommen, die eine der verschiedenen Pfadfinder-Stufen markiert, wurden sie ausgesetzt – 30 Kilometer vom Lagerplatz entfernt – und mussten zu Fuß anhand nur weniger Hinweise zurückfinden. Im Stationenspiel am Sonntag drehte sich dann alles darum, als Gruppe gemeinsam einen Weg zu finden. In kleinen Teams mussten die Pfadfinder verschiedene Aufgaben durch Zusammenarbeit und Kreativität lösen – etwa durch einen Parcours finden, wobei nur einer aus der Gruppe die Augen offen hat, oder als Gruppe durch ein Spinnennetz aus Seilen klettern.

Der letzte Abend auf den Pfadfinderlagern stellt zwar immer den Höhepunkt der Fahrt dar. Diesmal war es jedoch ein ganz besonderer Abend. Nicht nur, weil gleich 20 der Pfadfinder ihr erstes oder ein neues Halstuch verliehen bekamen. Gleichzeitig wurde mit der Sippe „Schwarzbär“ auch eine neue Gruppe für Jugendliche ab etwa zwölf Jahren gegründet. Die „Wiesel“ – das ist die Sippe für Kinder ab neun Jahren – bekamen mit Milan Uzunay und Jan Schweers zwei neue Gruppenleiter.

Die Schwarzbären treffen sich ab dieser Woche jeden Sonnabend um 16 Uhr im Gemeindehaus.

Die Waschbären – für Kinder ab sechs – und die Wiesel treffen sich weiterhin um 14 Uhr.

www.cp-syke.com.

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